Miniaturen im Schiffshebewerk: Für Modellbauer darf der Kaffee nicht zu stark sein

WALTROP Was ist der Wahlspruch eines Modellbauers? "Die Tasse Kaffee am Morgen darf nicht zu stark sein", antwortet Axel Huppers (42) mit einem Lachen. Denn wer zittert, kann keine winzigen Schiffe zusammenkleben. In die verblüffende Welt des Kartonmodellbaus entführt eine faszinierende neue Ausstellung im Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop.

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  • Museumsleiter Dr. Arnulf Siebeneicker (rechts) und Modellbauer Axel Huppers freuen sich auf große und kleine Besucher.

    Museumsleiter Dr. Arnulf Siebeneicker (rechts) und Modellbauer Axel Huppers freuen sich auf große und kleine Besucher. Foto: Jäger

  • Auch die Schiffe des Museums sind exklusiv für die Schau aus Karton entstanden.

    Auch die Schiffe des Museums sind exklusiv für die Schau aus Karton entstanden. Foto: Jäger

  • Das herrliche Modell der HMS Granado von 1742 besteht hauptsächlich  aus Papier.

    Das herrliche Modell der HMS Granado von 1742 besteht hauptsächlich aus Papier. Foto: Jäger

"Stadt, Land Fluss - Modellbauwelten aus Karton und Papier" heißt sie und präsentiert 260 federleichte Modelle, die teils aus Ausschneidebögen entstanden sind, teils sogar selbst konstruiert wurden. Der Eiffelturm oder der Förderturm von Zeche Lohberg, ein japanisches Theater oder Dampflokomotiven - der Besucher kann kaum glauben, dass hier wirklich alles aus Papier ist.

So viele Details

Die Abteilung Modellbau der Betriebssportgemeinschaft der Stadtwerke Duisburg hat ihre größten Kostbarkeiten nach Waltrop verfrachtet. Axel Huppers hat die Schau gemeinsam mit Marion und Hans-Werner Kimpel koordiniert. Dabei versteht es sich von selbst, dass Schiffe an diesem Ort die Hauptrolle spielen. Hier sieht sie noch prima aus, die 1,37 Meter lange Titanic. Zwei Modelle von Thomas Klünemann - die SMS Emden und die SMS Brandenburg - haben so viele Details, dass einem schwindelig wird. Auch Konstrukteur Jürgen Rathert aus Dortmund und Modellbauer Rudolf Voigt aus Bochum zeigen ihre kunstvollen Arbeiten.

Mit Weißleim ans Werk

Mit Weißleim der Marke "Kittifix" oder Uhu Kraft gehen Kartonmodellbauer zu Werke. Bis zu eineinhalb Jahre dauert die Arbeit an einem großen Stück. Der früheste Ausschneidebogen stammt wohl aus dem Jahr 1562. Damals konnte sich die Käufer damit ein Kruzifix selber basteln.

Das gibt es heute nicht mehr. Dafür ist Museumsleiter Arnulf Siebeneicker stolz, das Schiffshebewerk selbst und neuerdings auch das Schiff "Herbert" als Bastelbogen anbieten zu können.

Schiffshebewerk Henrichenburg: "Stadt, Land, Fluss", Am Hebewerk 2 in Waltrop, 9.12.2012 (Eröffnung 11 Uhr)-3.3.2013, Di-So 10-18 Uhr.

 

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