Ausstellung: Kunstwerke von Per Kirkeby in Ahaus

AHAUS Die Galerie Laing zeigt Gemälde und Skulpturen des dänischen Künstlers Per Kirkeby. Darunter auch Modelle der Arbeiten, die für die Skulptur-Projekte 1987 in Münster geschaffen wurden.

  • Ein handlicher Bronzeguss von Per Kirkeby.

    Ein handlicher Bronzeguss von Per Kirkeby. Foto: Meisel-Kemper

Bei den Skulptur-Projekten 1987 in Münster sorgten gegenüber dem Institut für Zoophysiologie am Schlossplatz zwei Kunstwerke aus Backsteinen für erhöhte Aufmerksamkeit. Die eine Skulptur hatte das Aussehen eines Turms, der auf einem quadratischen Grund stand. Ein paar Meter weiter war eine niedrige Skulptur mit Bodensegmenten und leicht geschwungenen Bögen zu sehen. Der Schöpfer dieser Plastiken war der Däne Per Kirkeby.

Nach der Documenta-Teilnahme 1982 war Kirkeby zu jener Zeit bereits ein viel beachteter Künstler. Heute zählt er in seiner Zunft zu den ganz Großen, zu jenen, die für große Qualität und ein hohes Maß an Innovation bekannt sind.

14 Kunstwerke

Die Modelle der beiden genannten Skulpturen sind mit Gemälden, Gouachen und weiteren Skulpturen in der Galerie Laing in Ahaus-Wessum zu sehen. Die insgesamt 14 Kunstwerke von Kirkeby stammen aus seinen letzten 30 Schaffensjahren.

Klein und handlich sind die Modelle für die beiden Backsteinskulpturen, die in Münster vor 25 Jahren im Original zu sehen waren. Das Material der Modelle überrascht. Sie sind nicht etwa aus Ziegeln gefertigt, sondern aus Bronze. Kirkeby lässt grundsätzlich zu all seinen Skulpturen Modelle in kleiner Auflage gießen.

Nur Gäste

Massiv und gar nicht so leicht wirkt die erhabene, turmartige Skulptur, während die niedrige Skulptur in eine Männerhand passen würde. Nur noch zwei der originalen drei „Münster-Skulpturen“ sind an ihrem Standort verblieben. Eine wurde nach den Skulptur-Projekten 1987 zerstört – wie alle Arbeiten von Kirkeby, die für befristete Ausstellungen gebaut werden. Die Miniaturen hingegen halten wohl für die Ewigkeit.

Die ausgestellten Gemälde des promovierten Geologen beeindrucken durch ihre enorme Strahlkraft. Der Künstler selbst bezeichnet sie als „Höhlen aus Licht“. Das geologische Interesse Kirkebys findet sich in Strukturen wieder, die an Erdformationen erinnern.

In der vierjährigen Geschichte der Galerie von Christian Laing ist nach Ausstellungen von Werken solch berühmter Künstler wie Otto Pankok, Markus Lüpertz, Matthias Mansen und Klaus Hack die Kirkeby-Schau ein weiterer Höhepunkt.
 
Bis 16. Dezember, Fr bis So 15-18 Uhr, Friedrichstraße 6.

Dies ist eine korrigierte Fassung. In der ersten Version ist uns leider ein Fehler unterlaufen. Irrtümlich wurden die Skulpturen von Kirkeby als abgetragen bezeichnet. Es wurde aber nur eine zerstört, zwei sind weiterhin auf dem Schlossplatz in Münster zu sehen.
KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

?

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar.)
Benutzername
Passwort
Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschließen.
Um sich registrieren zu können, müssen Sie uns mindestens einen Benutzernamen, ein Passwort und Ihre E-Mail-Adresse mitteilen.

gewünschter Benutzername

gewünschtes Passwort

Wiederholung Passwort

E-Mail

Abonummer

Ich bin damit einverstanden, künftig über Neuigkeiten informiert zu werden

Ich habe die AGB gelesen und stimme diesen zu.

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und stimme dieser zu.

Sicherheitsfrage
Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 10 - 2?