Fußball-Bezirksliga 9: Nur einmal lief dem Schiedsrichter im Lokalderby die Galle über
CASTROP-RAUXEL Eine Viertelstunde vor Anpfiff des so coolen Schiedsrichters aus dem Sauerland, Tobias Kähler (Hemer), hatte man den Eindruck, dem Castrop-Rauxeler Stadtteil-Derby der Fußball-Bezirksliga zwischen Spvg Schwerin und Wacker Obercastrop fehlte das Zuschauer-Interesse.
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Das änderte sich kurzfristig. Die Gegengerade war plötzlich proppenvoll und in der Pause sah es genauso im Vereinshaus aus. Gerade darauf hatte der Schweriner Geschäftsführer, Peter Wach, gehofft. Seit einiger Zeit schwingt dort ja ein gelernter Koch das Zepter. Das Essenangebot draußen auf der Tafel vermittelte schon Restaurant-Feeling.
Das Umfeld stimmte also und auch das Derby hatte seinen Namen verdient. Der Schweriner Trainer Jürgen Klahs schickte seine letzten Elf ins Rennen, die sich gegen die personelle Übermacht der Nachbarn nicht versteckte. Und Coach Toni Kotziampassis hatte einige Cracks aufgeboten, die einst im Schweriner Trikot aufliefen.
Obercastrop wollte einen Sieg, weil am 2. Advent der Spitzenreiter Stuckenbusch seine Karte abgibt. Doch nach dem aus Schweriner Sicht verdienten 3:3 blieb eben nur ein Punkt kleben. Jetzt ist der Erste acht Punkte entfernt. Für die "Blau-Gelben" kommentierte Klahs: "Ich bin mit dem Punkt in unserer Situation zufrieden."
Obwohl aus Sicht der Platzherren nicht alles optimal lief. An zwei Entscheidungen schieden sich die Geister, wobei der Schiedsrichter mit seiner sauerländischen Gelassenheit alles richtig gemacht hatte. "Den Elfer konnte man geben", hatte auch der Schweriner Coach erkannt. Bei einer Aktion von Christof Luka ließ der Referee Gnade vor Recht ergehen. Der frühere Schweriner schubste nach einem Foul zurück. Weil der Gegenspieler wie von einem Katapult zurückgeschleudert fiel, hatte der Schiri erkannt, dass das nicht einer Tätlichkeit geschuldet war.
Nur einmal lief Schiedsrichter Kähler, der vorher beruhigend auf beide Trainer eingewirkt hatte, die Galle über. Marc Olschewski (90.) bekam Gelb-Rot, weil er den Ball vor dem Tor mit der Hand mitnahm und sich über den Pfiff aufregte.





