Fußball-Bezirksliga 9: Regen für Merklinde - Regenbogen für Obercastrop
CASTROP-RAUXEL Hier ein Regenguss, da ein Regenbogen. Hüben die Routiniers, drüben ein erfolgreicher Jungbrunnen. Das Derby in der Fußball-Bezirksliga zwischen dem SuS Merklinde und dem Gastgeber SV Wacker Obercastrop hatte allerlei Gegensätze zu bieten.
Ballsicher auch ganz nah an der Seitenaus-Linie präsentierten sich Julian Fritsch (am Ball) und sein SV Wacker Obercastrop im Lokalderby gegen den SuS Merklinde (rechts, mit Tobias Ott). (Foto: Volker Engel)
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Ball mogelt sich durch die Handschuhe
Dabei hätte es soweit gar nicht kommen müssen. Merklinde kombinierte anfangs wie zuletzt gegen Hassel. Doch während sie da konsequent den Torschluss suchten (und fanden), gingen sie in der Erin-Kampfbahn leer aus. Dass letztendlich der 3:0-Sieg der Hausherren verdient war, räumte auch Merklindes Sportlicher Leiter, Martin Broll ein: „Wenn ich das ganze Spiel beurteile, dann muss man das so sehen; aber es war auch sehr unglücklich.“
Das Team von Trainer Toni Kotziampassis hatte mit ihren Ball-Investitionen mehr Erfolg. Nachdem Merklinde das Tor nicht traf, klappte es auf der anderen Seite. Nach einem Freistoß durch Christof Luka kam Bastian Fritsch im Fallen mit dem Kopf an den Ball. Eine sichere Beute für Torwart Maximilian Moehrs? Denkste. Der hatte das nasse Leder unterschätzt, das sich dann zum 1:0-Halbzeitstand zwischen seine Torwarthandschuhe hindurchmogelte. Broll: „Wenn wir mit 0:0 in die Pause gehen, wäre das Spiel anders verlaufen.“
Langsam wie ein Fan auf dem Weg zum Bier
So standen die Gäste aus dem Castrop-Rauxeler Süden direkt nach dem Wechsel wieder unter Druck. Ein Kopfball von Pape nach einer Ecke (wieder ein Standard also) und das schnelle 3:0, wieder durch Pape, sorgten für die Entscheidung. Wobei Merklinde bei diesem Treffer durchaus mit ihrem Protest Recht hatten. Schiedsrichter André Eichhorn hatte den vorherigen Trikot-Zupfer an Verteidiger Moritz Budde nicht geahndet.
Dass Merklinde auch mit der eigenen Harmonie Probleme besitzt, zeigte der Auftritt von Allessandro Scavone. Als der eingewechselt werden sollte, ging er so aufreizend langsam zur Bank, wie ein Fan, der sich ein gemütliches Bier im Vereinshaus einverleiben wollte. Den Groll seines Trainers hatte er sicher, zumal er auf dem Platz dann auch nichtmals das leere Tor traf.





