Fußball-Bezirksliga 9: Regen für Merklinde - Regenbogen für Obercastrop

CASTROP-RAUXEL Hier ein Regenguss, da ein Regenbogen. Hüben die Routiniers, drüben ein erfolgreicher Jungbrunnen. Das Derby in der Fußball-Bezirksliga zwischen dem SuS Merklinde und dem Gastgeber SV Wacker Obercastrop hatte allerlei Gegensätze zu bieten.

  • Ballsicher auch ganz nah an der Seitenaus-Linie präsentierten sich Julian Fritsch (am Ball) und sein SV Wacker Obercastrop im Lokalderby gegen den SuS Merklinde (rechts, mit Tobias Ott).

    Ballsicher auch ganz nah an der Seitenaus-Linie präsentierten sich Julian Fritsch (am Ball) und sein SV Wacker Obercastrop im Lokalderby gegen den SuS Merklinde (rechts, mit Tobias Ott). Foto: Volker Engel

Für den Verlierer hatte Wettermacher Petrus passend zur Stimmung bei Spielschluss die Regenschleuse geöffnet. Zur visuellen Diskrepanz zeigte sich wenig später für den strahlenden 3:0-Gewinner ein herrlicher Regenbogen am östlichen Firmament.

Das Derby zwischen den Fußballern des SV Wacker Obercastrop und SuS Merklinde bot allerdings auch fußballerisch jede Menge Abwechslung. Auch biologisch. Hier die jungen „Wilden“ aus Obercastrop, bei denen in der Stammelf der zweifache Torschütze André Pape mit 25 Jahren der älteste war. Dort die geballte Routine der Gäste aus Merklinde mit Spielertrainer Marco Gruszka oder Dietmar Gaida. Auch Merklinde hat ja einige talentierte junge Burschen im Team, aber der „Jungbrunnen“ auf der anderen Seite ließ die Youngster der Gegenseite einige Male „alt“ aussehen.

Ball mogelt sich durch die Handschuhe

Dabei hätte es soweit gar nicht kommen müssen. Merklinde kombinierte anfangs wie zuletzt gegen Hassel. Doch während sie da konsequent den Torschluss suchten (und fanden), gingen sie in der Erin-Kampfbahn leer aus. Dass letztendlich der 3:0-Sieg der Hausherren verdient war, räumte auch Merklindes Sportlicher Leiter, Martin Broll ein: „Wenn ich das ganze Spiel beurteile, dann muss man das so sehen; aber es war auch sehr unglücklich.“

Das Team von Trainer Toni Kotziampassis hatte mit ihren Ball-Investitionen mehr Erfolg. Nachdem Merklinde das Tor nicht traf, klappte es auf der anderen Seite. Nach einem Freistoß durch Christof Luka kam Bastian Fritsch im Fallen mit dem Kopf an den Ball. Eine sichere Beute für Torwart Maximilian Moehrs? Denkste. Der hatte das nasse Leder unterschätzt, das sich dann zum 1:0-Halbzeitstand zwischen seine Torwarthandschuhe hindurchmogelte. Broll: „Wenn wir mit 0:0 in die Pause gehen, wäre das Spiel anders verlaufen.“


Langsam wie ein Fan auf dem Weg zum Bier

So standen die Gäste aus dem Castrop-Rauxeler Süden direkt nach dem Wechsel wieder unter Druck. Ein Kopfball von Pape nach einer Ecke (wieder ein Standard also) und das schnelle 3:0, wieder durch Pape, sorgten für die Entscheidung. Wobei Merklinde bei diesem Treffer durchaus mit ihrem Protest Recht hatten. Schiedsrichter André Eichhorn hatte den vorherigen Trikot-Zupfer an Verteidiger Moritz Budde nicht geahndet.

Dass Merklinde auch mit der eigenen Harmonie Probleme besitzt, zeigte der Auftritt von Allessandro Scavone. Als der eingewechselt werden sollte, ging er so aufreizend langsam zur Bank, wie ein Fan, der sich ein gemütliches Bier im Vereinshaus einverleiben wollte. Den Groll seines Trainers hatte er sicher, zumal er auf dem Platz dann auch nichtmals das leere Tor traf.
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