"Müll im Garten Eden": Fatih Akin stinkt es gewaltig
Auf den ersten Blick sieht die Gegend um das Dorf Camburnus am Schwarzen Meer im Film „Müll im Garten Eden“ tatsächlich wie der Garten Eden aus: eine sattgrüne Hügellandschaft mit Teeplantagen, kleinen Wäldchen, vereinzelt in die Hänge gebauten Häusern, einem traumhaft schönen Blick aufs Wasser.
Fatih Akin suchte seine Wurzel und stieß auf eine große Mülldeponie. (Foto: dpa)
Es stinkt zum Himmel
Ein von Giften und Gasen aufgeschäumter Bach ergießt seine Brühe direkt ins Meer. Menschen protestieren, halten sich die Nase zu. Es stinkt zum Himmel.
Fünf Jahre hat Akin („Gegen die Wand“; „Auf der anderen Seite“) an seiner sehenswerten Langzeitdokumentation über ein Umweltverbrechen gearbeitet.
Nase voll von Gestank und Vergiftung
Akin spricht mit Betroffenen, mit Teebauern, die um die Qualität ihre Ernte fürchten, mit einfachen Menschen, die von Gestank und Vergiftung die Nase voll haben.
Denn die am Rande ihres Dorfes gebaute, angeblich „moderne“ Deponie ist weder sicher noch dicht. Regen lässt die angeschlossene Kläranlage überlaufen, später bricht sie ganz in sich zusammen.
Die ganz große Wut
Politiker beschwichtigen, sehen weg. Ingenieure schwafeln dummes Zeug in die Kamera. Die so genannten Experten und Verantwortlichen bilden eine Gruppe von Dummköpfen, Ignoranten, Lügnern und Rechtsverdrehern. Ein Hap-py End gibt es nicht. Kaum Hoffnung. Nur die ganz große Wut.






