Tom Cruise als Superheld
Der Mann ist Dynamit. Bevor er auftaucht, betet jemand seine Legende herunter: Er war Soldat, Militärpolizist, hat im Nahen Osten und auf dem Balkan gedient und diverse Orden bekommen. "Man findet ihn nicht, wenn er nicht gefunden werden will", heißt es da. "Er ist ein Phantom!"
US-Schauspieler Tom Cruise spielt einen früheren Militärpolizisten, der einem fünffachen Mord auf die Spur kommt. (Foto: dpa)
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Kampfsportler
Selbstbeweihräucherung liegt in der Luft. Tom Cruise hat "Jack Reacher" (Regie: Christopher McQuarrie) auch produziert und sich den Glorienschein eigenhändig angeknipst. Wer Hollywoods "Little Big Man" mal wieder als Kampfsportler sehen möchte, kommt mit diesem Film auf seine Kosten.
Reacher vermöbelt vier, fünf Kneipenschläger gleichzeitig. Er bricht Finger, wenn es der Wahrheitsfindung dient. Hat der Fuchs eine Fährte, lässt er sich nicht abschütteln: Irgendetwas ist faul an dieser Mordserie, wo ein Killer fünf Menschen scheinbar wahllos erschossen hat.
Komplott
Verhaftet wurde ein Ex-Soldat, ein mental labiler Scharfschütze. Die Beweiskette ist dicht, zu dicht, wie Reacher findet. Als der Nebel sich lichtet, kommen Reacher und eine Anwältin (Rosamund Pike) einem Komplott auf die Spur.
Im Hintergrund zieht ein Dunkelmann die Strippen. Werner Herzog spielt ihn. Phlegmatisch spult er seine Dialoge ab, sein Gesicht eine starre Maske. Das soll dämonisch sein, kommt aber so talentfrei an, dass man Herzog für die Liste der eklatantesten Fehlbesetzungen vormerkt.
Reichlich eitel
Eine amerikanische Action-Schablone. Mit einem reichlich eitlen Tom Cruise als Ein-Mann-Armee. Ein Film, der in erster Linie das Ego seines Hauptdarstellers füttert. Aus den Augen, aus dem Sinn.






