Fußball-Landesliga: Muss der SVH auf die Eisplatte?
STOCKUM/HERBEDE. Drei Spiele wurden in der Fußball-Landesliga bislang nicht abgesagt. SV Herbede und der TuS Stockum spielen am Sonntag.
Osman Öztürk erlebte mit dem SV Herbede eine Hinrunde, die insgesamt zufrieden stellt. (Archiv)
HERBEDE: Eine Hinrunde zum Niederknien spielte der Hombrucher SV, ohne eine einzige Niederlage - bis zum Gastspiel beim SV Sodingen. Das 3:4 in Herne war die erste Niederlage der Dortmunder überhaupt und nun ist es am SV Herbede, das Bild weiter zu trüben.
Mächtig getrübt ist nachhaltig auch Co-Trainer Guido Silberbachs Bild vom Staffelleiter des Kreises, der gegen alle Widerstände die Partie nicht absagen wollte. Zwar zeigt die Webcam auf der Hombrucher Homepage einen schneebedeckten Platz, abgesagt - wie in den meisten anderen Fällen - wurde die Partie bisher aber nicht. "Das ist Wettbewerbsverzerrung, viele unserer Spieler haben sich schon abgemeldet", ist Silberbach erbost.
Taktisch einen Schritt nach vorne machen
Nichtsdestotrotz können die Herbeder mit der Punkteausbeute vor der Pause ihrerseits ebenfalls mehr als zufrieden sein, 28 Zähler sind mehr als respektabel. Wären da nicht spielerische Totalausfälle wie vor zwei Wochen gegen Schlusslicht WSV Bochum. So gilt es, vom Hombruch-Spiel abgesehen, in der Winterpause auch taktisch noch einmal einen Schritt nach vorne zu machen. Mit einem Erfolg gegen die bisher überragenden Gastgeber aus Dortmund könnten die Herbeder wenigstens ein bisschen Spannung ins Titelrennen bringen, der Rückstand betrüge dann sieben Punkte.
STOCKUM: Das einzige, was sich vor dem letzten Spiel des Jahres für den TuS Stockum verändert hat, sind die Platzverhältnisse. Vor zwei Wochen musste das Spiel gegen Schlusslicht WSV Bochum abgesagt werden, der Schnee am Pferdebachsportplatz ist nun geschmolzen.
Im Gegensatz dazu wird Rechtsverteidiger Lukas Wächter mit den Rot-Weißen nicht mehr warm werden, er kündigte seinen Abgang zur Winterpause an. Ebenso wie bei Semi Colak wurden die fehlenden Einsatzzeiten unter Trainer Thomas Drathen mokiert, der das Ganze äußerst gelassen nimmt. "Das passiert im Einvernehmen, wir werden ihnen keine Steine in den Weg legen", versichert er. In Sachen Neuzugänge gibt es auch schon Bewegung, mit drei möglichen Kandidaten soll es am Montag endgültig eine Einigung geben.
Motivation entscheidend
Erst einmal gilt es aber, mit dem vorhandenen Personal in die letzte Partie vor der Pause zu gehen. Gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten aus Bochum (6 Punkte) wird die Einstellung zum entscheidenden Faktor. Mit der nötigen Konsequenz dürfte der WSV nicht zum Stolperstein werden, lässt man die Gäste aus Bochum hingegen kommen, wittern die ihre Chance. Die Chance, eine völlig verkorkste Hinserie wenigstes ein wenig aufzupolieren hat hingegen der TuS, vor allem zu Beginn ließ Stockum Federn. 18 Punkte und der zwölfte Rang sind rund um die Pferdebachstraße sicherlich nicht der Anspruch.





