Fußball-Landesliga: Siege für Stockum und Herbede
STOCKUM/HERBEDE Ein erfolgreicher Spieltag liegt hinter den Fußball-Landesligisten TuS Stockum und SV Herbede. Beide Teams fuhren Siege ein, die Befindlichkeiten waren dennoch höchst unterschiedlich.
SV Höntrop - TuS Stockum 02.12.2012 Foto: Sure (Foto: Sure)
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Vorab: Trotz magerer sechs Pünktchen ist der WSV sicherlich kein Kanonenfutter, mit anständigen Fußballern gespickt und auch kämpferisch eine Bank.
Die Ideenlosigkeit der Gastgeber – insbesondere in der ersten Hälfte – ließ Trainer Marco Held aber im sprichwörtlichen Regen stehen, der auch auf den Herbeder Sportplatz niederprasselte. Zwar war der SVH bemüht um einen geordneten Aufbau über die Außenposition, sowohl Tamer Aydin als auch Osman Öztürk als Flügelzange erwischten jedoch einen rabenschwarzen Tag.
0:0 zur Pause
So waren es nach einer ersten gefährlichen Ecke der Herbeder (5.) die Gäste aus Bochum, welche die besseren Möglichkeiten hatten. Die größte entschärfte der nahezu fehlerfreie Torhüter Kevin Wirges in der 20. Minute glänzend. Die dickste Chance für den SVH vergab Stefan Tiedke, er hämmerte den Ball aus seitlicher Position über den Kasten (37.).
0:0 zur Pause, die Herbeder mussten kommen und so ging es die ersten fünf Minuten nach dem Seitenwechsel ordentlich zur Sache. Der völlig neben den Schuhen stehende Marvin Pänkert wurde im Strafraum zu Fall gebracht, den Strafstoß verschoss Dennis Harm. Nur eine Minute später fast die gleichen Akteure: Pänkert steckt auf Harm durch, der passt in die Mitte auf Tamer Aydin, der nur noch zum 1:0 (48.) einnetzen muss.
Günzel muss retten
Hatte man im Vorfeld erwartet, dass die Bochumer nun aufstecken würden, das Gegenteil war der Fall. Zwei Mal war Torhüter Kevin Wirges schon geschlagen und Max Günzel (starke Partie) und Osman Oztürk retteten auf der Linie. „Die besseren Chancen hatte der WSV, das macht den Sieg für uns schmeichelhaft“, wurde Held deutlich. Das 2:0 in der ersten Minute der Nachspielzeit durch Martin Südfeld beschönigte die Leistung nur auf dem Papier.
Die Hinrunde ist vorbei, der TuS Stockum steht auf dem 12. Tabellenplatz und spätestens nach der aktuellen Vorstellung dürfte man sich fragen: Warum eigentlich? Beim 5:0 kontrollierten die Rot-Weißen den Landesliga-Siebten SV Höntrop zu jedem Zeitpunkt und zeigten, was möglich ist.
Mit genau elf Spielern fuhr der TuS zum Auswärtsspiel nach Bochum, erst stückweise hatte Trainer Thomas Drathen noch Alternativen durch nachkommende Spieler. Die erste Elf agierte aber so, wie man es in dieser Hinrunde bei den Stockumern selten gesehen hat – eingespielt. Das Team scheint sich endlich gefunden zu haben und auch bei Top-Stürmer Atilla Kartal scheint der Knoten nun endlich geplatzt zu sein.
Gehrmann hat das Auge
Hatten die Gäste schon vorher beste Einschussmöglichkeiten vergeben, war er es, der nach starker Vorarbeit von Sven Gehrmann das 1:0 (25.) besorgte. Der laufstarke Vorbereiter hatte auch am 2:0 (34.) großen Anteil: Wieder bediente Gehrmann diesmal Cihan Tasbas mustergültig.
So gingen beide Teams in die Kabine, kurz vor der Pause schwächten sich die Höntroper durch eine Rote Karte noch selbst. Das schaffte Räume für den TuS, der nun in Torlaune kam, innerhalb von nur drei Minuten erhöhte Atilla Kartal auf 3:0 per strammem Schuss in den Winkel und zum 4:0.
Schmitt setzt den Schlusspunkt
Den Schlusspunkt in einer lebhaften Partie setzte dann Innenverteidiger Christoph Schmitt mit dem 5:0 (77.) und versetzte Höntrop damit bei eisigen Temperaturen endgültig in Schockstarre. „Zu keinem Zeitpunkt hatte Höntrop eine Chance“, so Drathen.





