Ministerin: Einsparungen an der Kultur lohnen nicht

Wenn Geld knapp wird, muss nicht selten die Kultur bluten. Sachsens Kunstministerin von Schorlemer sagt dagegen: Das lohnt sich doch gar nicht. Dresden (dpa) - Sachsens Kunstministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) stellt Einsparungen in der Kultur infrage.

«Es lohnt sich nicht, an der Kultur zu sparen. Da muss man sich nur mal anschauen, welch geringen Prozentsatz Kultur im Gesamthaushalt eines Landes ausmacht. Abspecken also wofür», fragte die Politikerin im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Das sei nur für die Strukturen in der Kunstszene schädlich und könne irreparable Schäden hinterlassen.

«Aber natürlich sind wir gut beraten, kluge Strukturen zu schaffen», sagte die Ministerin. Staatsschauspiel und Semperoper sind ab 1. Januar ein gemeinsamer Staatsbetrieb, dessen Verwaltungsrat erstmals am 28. März tagen soll. Beide Staatsbühnen in Dresden haben künftig nur noch einen Verwaltungschef, bleiben aber künstlerisch eigenständig.

«Die Bühnen werden als Staatstheater so zukunftsfest gemacht. Wo es möglich ist, sollten auch anderswo Verwaltungsstrukturen zusammengefasst werden», riet die Ministerin zur Nachahmung. Man könne auch das Bestehende erhalten und trotzdem neu fokussieren.

Von Schorlemer verwies ansonsten auf den Doppeletat des Landes Sachsen für die beiden kommenden Jahre, der eine Erhöhung der Kulturausgaben im Vergleich zur ursprünglichen Planung vorsieht - insgesamt 9,5 Millionen Euro. Das Gros der Mehrausgaben fällt auf die «Kulturräume», die vom Land, Landkreisen und Kommunen getragen werden und nichtstaatliche Einrichtungen finanzieren.

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  • Erstellt:
    30. Dezember 2012, 14:28 Uhr
    Aktualisiert:
    30. Dezember 2012, 14:29 Uhr
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