Toyota (Corolla) Verso: Schwächeanfall kuriert

Berlin (dpa/tmn) Früher gab es den Toyota Corolla Verso. Die aktuelle Auflage des Vans heißt nur noch Verso - basiert aber auf dem Corolla. Exemplare bis Baujahr 2007 fallen mit Batteriedefekten und Problemen an der Kupplung auf. Jüngere Wagen sind zuverlässiger.

  • Nachgebessert: Eine Modellpflege im Jahr 2007 brachte den Toyota Corolla Verso in der ADAC-Pannenstatistik wieder weit nach vorn. Seit 2009 heißt der Kompaktvan nur noch Verso. Foto: Toyota

    Nachgebessert: Eine Modellpflege im Jahr 2007 brachte den Toyota Corolla Verso in der ADAC-Pannenstatistik wieder weit nach vorn. Seit 2009 heißt der Kompaktvan nur noch Verso. Foto: Toyota Foto: dpa

Mit der Nomenklatur ihrer Modelle spielen Autohersteller manchmal ein unbeabsichtigtes Verwirrspiel. So führte Toyota 2007 in Deutschland den Auris als Nachfolger des Corolla ein. In anderen Teilen der Welt wurde das Kompaktmodell allerdings weiter gepflegt und dort teils parallel zum Auris angeboten. Als es hierzulande noch einen Corolla gab, hieß die Van-Variante Corolla Verso. Die aktuelle Auflage des Vans heißt in Deutschland aber nicht etwa Auris Verso, sondern nur noch Verso - und sie basiert technisch auf dem Corolla. Mehr Klarheit gibt es bei dem Kompaktvan in Sachen Zuverlässigkeit, obwohl das Bild laut dem ADAC gespalten ist.

Beim Corolla Verso der Baujahre 2002 bis 2007 gab es der Pannenstatistik des Münchner Automobilclubs zufolge häufig Batteriedefekte, auch Scheinwerfer fielen aus (bis Baujahr 2006). Speziell bei den 1,4-Liter-Benzinern machten rutschende Kupplungen Probleme (bis 2007). Jüngere Exemplare des Vans seien zuverlässiger und in der Pannenstatistik im vorderen Drittel der Kompaktklasse auf VW-Golf-Niveau zu finden. Schwächen habe im Grunde nur die Vorderradbremse, die bei Hauptuntersuchungen öfters beanstandet werde.

2002 kam der Corolla als Van Verso erstmals auf den Markt. Bereits zwei Jahre später reichte der Hersteller die zweite Generation nach - als Siebensitzer, mit zwei Klappsitzen im Heck. 2007 gönnte Toyota dem Auto eine Modellpflege, 2009 feierte schließlich auf dem Genfer Autosalon der Toyota Verso Premiere. Im Frühjahr 2013 kommt der neue Verso in den Handel.

Für Vortrieb sorgen im Corolla Verso je nach Baujahr und Generation Benzinmotoren mit 81 kW/110 PS bis 99 kW/135 PS Leistung sowie 66 kW/90 PS bis 130 kW/177 PS starke Vierzylinder-Diesel. Das Motorenangebot für den Verso umfasst zwei Benziner und drei Selbstzünder, die zwischen 93 kW/126 PS und 130 kW/177 PS leisten. Ein Hybridantrieb war für den Kompaktvan nie verfügbar.

Ein Toyota Verso kostet auf dem Gebrauchtwagenmarkt ab etwa 11 800 Euro. So viel sollten Interessenten laut der Schwacke-Liste für einen 1,6 Liter großen Benziner von 2009 mit 97 kW/132 PS einplanen (durchschnittliche Laufleistung: 50 200 Kilometer). Ein Diesel gleichen Baujahrs - der Verso 2.0 D-4D mit 93 kW/126 PS - kostet demnach noch etwa 12 600 Euro (71 500 Kilometer). Ein Corolla Verso 2.0 D-4D von 2004 mit 66 kW/90 PS wird noch mit 5200 Euro in der Preissammlung geführt (149 500 Kilometer).

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ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    7. Dezember 2012, 10:26 Uhr
    Aktualisiert:
    7. Dezember 2012, 10:29 Uhr
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