Angebot der Händler: Elektroautos im Kommen: Welche Modelle gibt es?

BERLIN Die Bundesregierung will bis 2020 eine Million Elektroautos auf deutsche Straßen bringen. Kaufprämien für die bisher wenig beliebten Fahrzeuge soll es aber nicht geben. Welche Elektromodelle Kunden überhaupt schon zur Wahl stehen - eine Übersicht.

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  • C-Zero-Flotte in Berlin: Mit dem Kleinstwagen war Citroën als eine der ersten großen Marken mit E-Fahrzeugen in Deutschland vertreten.

    C-Zero-Flotte in Berlin: Mit dem Kleinstwagen war Citroën als eine der ersten großen Marken mit E-Fahrzeugen in Deutschland vertreten. Foto: dpa

  • Der Zoe ist das erste von Grund auf als E-Auto entwickelte Produkt von Renault.

    Der Zoe ist das erste von Grund auf als E-Auto entwickelte Produkt von Renault. Foto: dpa

  • Mit dem Nissan Leaf kam Anfang 2011 das erste Elektroauto der Kompaktklasse auf den Markt.

    Mit dem Nissan Leaf kam Anfang 2011 das erste Elektroauto der Kompaktklasse auf den Markt. Foto: dpa

Noch vor gut einem Jahr war die Auswahl kläglich: Gerade einmal unter drei Elektroautos von Großserienherstellern konnten die deutschen Kunden wählen - und die Kleinwagen von Citroën, Mitsubishi und Peugeot waren auch noch nahezu baugleich. Mittlerweile gibt es auch von deutschen Marken batteriebetriebene Autos zu kaufen, oder sie stehen kurz vor ihrem Marktdebüt.

    
Hier ein Überblick darüber, welche E-Autos die Händler derzeit anbieten und was die nahe Zukunft in Sachen E-Mobilität bringt:

Citroën: Mit dem C-Zero war der französische Hersteller, gemeinsam mit Peugeot und Mitsubishi (iOn und i-Miev) die erste große Marke mit E-Fahrzeugen in Deutschland. Der Elektromotor des Kleinstwagens entwickelt 47 kW/64 PS, die Reichweite des Akkus gibt Citroën mit maximal 150 Kilometern an. Mit 29 393 Euro steht der C-Zero in der Preisliste.

Smart: Lange war er im Flottentest unterwegs - aber seit Mitte des Jahres gibt es ihn zu kaufen: den Smart Fortwo ed. Sein Stromaggregat entwickelt 55 kW/75 PS, bei vollen Akkus soll der Stadtflitzer bis zu 145 Kilometer weit kommen. 23 680 Euro müssen für den E-Smart bezahlt werden - oder wahlweise 18 910 Euro für die Version mit Leihakkus, für die 65 Euro monatlich anfallen.

Renault: Das erste von Grund auf als E-Auto entwickelte Produkt der Franzosen trägt den Namen Zoe. Es kommt im ersten Quartal 2013. 65 kW/88 PS stehen im Datenblatt des Kleinwagens sowie eine Reichweite von bis zu 210 Kilometern und ein Basispreis von 20 600 Euro. Hinzu kommt ebenfalls eine Leihgebühr für den Akku, die noch nicht kommuniziert wird. Bereits zuvor hat Renault die Stufenhecklimousine Fluence Z.E. ins Angebot genommen. Startpreis derzeit: 25 690 Euro, der Akku kostet monatlich ab 82 Euro. Der Motor entwickelt 70 kW/95 PS und muss nach bis zu 185 Kilometern wieder an die Steckdose.

Renault hat auch das derzeit zulassungsstärkste E-Mobil im Portfolio, den Twizy. Die Mischung aus Auto und Motorrad ist ein Zweisitzer mit vier Rädern und kostet mindestens 7690 Euro. Zu diesem Preis gibt es das 13 kW/18 PS starke und 80 km/h schnelle Basismodell. Die Akkumiete beträgt monatlich ab 50 Euro. Eine Batterieladung soll für 100 Kilometer Fahrt ausreichen.

Mitsubishi: Exakt 93 Euro günstiger ist der Kleinstwagen i-Miev gegenüber seinen direkten Konkurrenten Citroën C-Zero und Peugeot iOn: 29 300 Euro. Dafür hat er mit 49 kW/67 PS drei Pferdestärken mehr.

Nissan: Mit dem Leaf brachte der japanische Hersteller Anfang 2011 das erste Elektroauto der Kompaktklasse auf den Markt. Der Fünfsitzer mit 80 kW/109 PS unter der Haube kostet 36 990 Euro. Sein Akku reicht Nissan zufolge für bis zu 160 Kilometer.

Opel: Der Ampera ist das erste Elektroauto einer deutschen Marke. Sein Akku wird mittels eines kleinen Benzinmotors nachgeladen, der einen Generator antreibt. Dadurch steigt die Reichweite um 400 Kilometer. Das 111 kW/150 PS starke Auto kostet in der Basisvariante 45 900 Euro. Mit 42 950 Euro günstiger ist der baugleiche Chevrolet Volt.

Peugeot: Für den iOn geben die Franzosen gegenüber dem baugleichen C-Zero mit 49 kW/67 PS ebenfalls etwas mehr Leistung an. Der Preis ist der gleiche: 29 393 Euro lautet das Angebot.

Volvo: In einer Kleinserie auf der Straße ist der Volvo C30 electric mit 82 kW/111 PS, für den die Schweden eine Reichweite von 150 Kilometern angeben. Den Wagen gibt es nur im Leasing für 950 Euro netto im Monat inklusive Wartung, Kunden sind meistens Behörden.

Was bald kommt: VW plant für Ende 2013 den Elektro-Golf Blue-e-Motion, zuvor soll eine Elektroversion des Up kommen. Bereits für das Frühjahr plant Ford den Focus Electric. Mercedes hat auf dem Pariser Autosalon (Publikumstage: 29. September bis 14. Oktober) die B-Klasse Electric Drive vorgestellt, der Marktstart steht noch nicht fest. Von BMW wird als erstes E-Auto der Marke für 2013 der Stadtwagen i3 erwartet.

Als reinrassige Sportwagen mit Batterieantrieb wird es im Juni 2013 ebenfalls von Mercedes den SLS als Electric Drive geben. Er soll ab 416 500 Euro kosten. Seine vier Elektromotoren leisten zusammen 552 KW/751 PS. Zum Jahresbeginn in einer Kleinserie in den Handel kommt der Audi R8 e-tron mit dem 280 kW/381 PS. Zum Preis gab es noch keine Angaben.

Bis 2020 sollen nach den Plänen der Bundesregierung eine Million Elektroautos in Deutschland fahren. Bis 2030 sollen es im Idealfall bereits sechs Millionen Stück sein. Seit 2008 sind in Deutschland allerdings nur rund 4000 E-Autos zugelassen worden, der Bestand belief sich bis Jahresbeginn auf rund 4500 Fahrzeuge - bei insgesamt rund 43 Millionen Pkw. Die Massenproduktion planen die deutschen Hersteller nach einem dreijährigen Markthochlauf ab 2017. In den nächsten Jahren sollen insgesamt 17 Milliarden Euro investiert werden. Bisher gibt es bereits über 2200 öffentlich zugängliche Ladestationen, wegen der bisher geringen Reichweite sind mehrere tausend Stromtankstellen notwendig.

Autor
dpa
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    1. Oktober 2012, 15:23 Uhr
    Aktualisiert:
    16. Dezember 2013, 16:38 Uhr
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