Von düster bis bonbonfarben: Neue Spiele für den PC

Berlin (dpa/tmn) Einmal Lokomotivführer sein: Mit dem PC-Spiel «Railworks 4» geht ein Kindheitstraum in Erfüllung. Wer dagegen schon früher lieber vor dem Computer saß, kennt vielleicht noch die «Giana Sisters». «A Game of Dwarves» erinnert dagegen an «Dungeon Keeper».

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  • Gut gekleidet: Profikiller Agent 47 ist in «Hitman: Absolution» meist im Anzug unterwegs. Foto: Square Enix

    Gut gekleidet: Profikiller Agent 47 ist in «Hitman: Absolution» meist im Anzug unterwegs. Foto: Square Enix Foto: dpa

  • Explosionen überall: Im Mehrspielermodus von «Call of Duty: Black Ops 2» herrscht das gewohnte Chaos. Foto: Activision

    Explosionen überall: Im Mehrspielermodus von «Call of Duty: Black Ops 2» herrscht das gewohnte Chaos. Foto: Activision Foto: dpa

  • Ein Zwerg im Bergwerk: «A Game of Dwarves» ist ein Strategiespiel im Stil von Klassikern wie «Dungeon Keeper». Foto: Paradox Interactive

    Ein Zwerg im Bergwerk: «A Game of Dwarves» ist ein Strategiespiel im Stil von Klassikern wie «Dungeon Keeper». Foto: Paradox Interactive Foto: dpa

  • Neuauflage mit moderner Grafik: Ältere Spieler kennen das Hüpfspiel «Giana Sisters» vielleicht noch von früher. Foto: Black Forest Games

    Neuauflage mit moderner Grafik: Ältere Spieler kennen das Hüpfspiel «Giana Sisters» vielleicht noch von früher. Foto: Black Forest Games Foto: dpa

Verträumt und verrückt oder eher erwachsen und brutal? Neue PC-Spiele gibt es diesen Monat in fast jeder Geschmacksrichtung. Fantastisch geht es bei «Giana Sisters» und «A Game of Dwarves» zu, Hartgesottene über 18 greifen eher zu neuen Episoden der Reihen «Hitman» und «Call of Duty». Nicht brutal, dafür umso realistischer ist die Eisenbahnsimulation «Railworks 4».

«Giana Sisters» war in den 80er Jahren ein Kultspiel für Amiga und Atari. Nun ist mit «Giana Sisters: Twisted Dreams» eine Neuauflage des Jump'n'Runs mit moderner Grafik erschienen. Auf der Suche nach ihrer Schwester hüpft und hangelt sich Teenager Giana durch bunte Welten. Per Knopfdruck kann der Spieler dabei zwischen zwei Dimensionen umschalten: So wird aus einem Level voller Bonbonfarben schnell eine schwarz-rote Alptraumwelt. Der Weltenwechsel hat dabei nicht nur kosmetische Konsequenzen: Manche Hindernisse lassen sich nur in einer der beiden Dimensionen überwinden.

Gesteuert wird «Giana Sisters» per Tastatur oder Gamepad. Im Vergleich zum Original gibt es ein paar neue Bewegungen, außerdem ist das Spieltempo in der Neuauflage etwas höher als vorher. Um die Langzeitmotivation zu erhöhen, hat Entwickler Black Forest Games vier verschiedene Spielvarianten eingebaut. Einer davon ist der sogenannte Hardcore-Modus mit nur einem Leben für das gesamte Spiel. «Giana Sisters: Twisted Dreams» ist für rund 15 Euro auf diversen Downloadplattformen erhältlich. Das Spielprinzip des Strategiespiels «A Game of Dwarves» von Paradox Interactive ähnelt dem des Klassikers «Dungeon Keeper». Als gieriger Zwergenprinz gilt es, durch den Bau von Tunneln und das Anhäufen von Reichtümern eine Stadt zu errichten. Unter der Erde warten aber nicht nur Schätze, sondern auch Monster auf den Spieler. Unterstützung bekommt der Prinz dabei von seinen Untertanen, die im Laufe des Spiels ihre Fähigkeiten verbessern können. Als englischer Download ist «A Game of Dwarves» auf Steam und anderen Portalen erhältlich, die deutschsprachige DVD-Version kostet etwa 10 Euro.

Veteranen der «Call of Duty»-Serie wird die Handlung des neuesten Kapitels «Black Ops 2» bekannt vorkommen: Wieder einmal bedroht ein gefährlicher Terrorist die Welt, wieder einmal muss ein Trupp von Elitesoldaten ihn stoppen. Neu ist aber die Art, wie die Geschichte des Egoshooters erzählt wird: Während der Einzelspielerkampagne wechselt das Spiel laufend zwischen den 80er Jahren und der nahen Zukunft im Jahr 2025. In den Rückblenden wird so nach und nach die gemeinsame Geschichte des Helden und seines Gegenspielers enthüllt.

Für viele Spieler ist bei «Call of Duty» der Mehrspielermodus wichtiger als die Kampagne. Bis zu 16 Spieler können darin gegeneinander antreten, entweder in Teams oder jeder für sich. Für gewonnene Partien gibt es Erfahrungspunkte, die man in neue Ausrüstung und Fähigkeiten investieren kann. Vor allem im Einzelspielermodus zeigt «Black Ops 2» einige heftige Gewaltszenen und ist deshalb erst ab 18 Jahren freigegeben. Erwachsene Spieler können die schlimmsten Szenen ausblenden lassen, von der Handlung verpassen sie dadurch nichts. Der Egoshooter ist neben dem PC auch für Xbox 360, Playstation 3 und Nintendos neue Wii U erhältlich.

Nach sechs Jahren Pause ist jetzt mit «Hitman: Absolution» von Square Enix der fünfte Teil der Serie um den glatzköpfigen Auftragskiller Agent 47 auf dem Markt. Nach einer misslungenen Mission ist der wie immer in einen schicken Anzug gekleidete Protagonist auf der Flucht vor seinem ehemaligen Auftraggeber. Adventure- und Shooterelemente werden in dem Spiel gewohnt eng miteinander verknüpft: Agent 47 kann seine Gegner zwar gewaltsam ausschalten, sich aber auch an ihnen vorbei schleichen.

Dafür klaut er zum Beispiel fremde Uniformen, gibt sich so als Gärtner oder Hotelangestellter aus und dringt unauffällig in eigentlich bewachte Bereiche vor. Gewaltfrei wird das Spiel dadurch aber nicht, dementsprechend ist es auch erst ab 18 Jahren freigegeben. Ganz neu in «Hitman: Absolution» ist der Contract-Modus, mit dem Spieler eigene Missionen erstellen und mit anderen teilen können. Die PC-Version steht für etwa 45 Euro im Handel, die ebenfalls erhältlichen Konsolenvarianten sind rund 10 Euro teurer.

Schon erschienen ist auch «Railworks 4 - Trainsimulator 2013» von NBG EDV, eine realistische Simulation für Eisenbahnfans. Der Spieler kann darin zwischen nostalgischen und modernen Zügen wählen, darunter auch der ICE, und mit ihnen echte Strecken befahren. Zur Auswahl stehen Routen wie München-Augsburg oder die englische Strecke Oxford-Paddington. Im sogenannten Relay-Modus können sich auch mehrere Spieler eine Strecke teilen. Gesteuert werden die Züge per Tastatur und Maus oder Gamepad. Die Simulation kostet etwa 30 Euro.

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Autor
Peter Münch, dpa
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    5. Dezember 2012, 12:26 Uhr
    Aktualisiert:
    5. Dezember 2012, 12:29 Uhr