MP3-Player darf nicht lauter als Straßenlärm sein

München (dpa/tmn) Wer zu oft und vor allem zu laut die Musik im eigenen Ohr aufdreht, riskiert Hörschäden in frühem Alter. Die richtigen Kopfhörer können helfen, auch mit angemessener Lautstärke einem guten Ton zu lauschen.

  • Wer den Straßenlärm um sich herum nicht mehr hört, dafür aber seine Mitmenschen ebenfalls beschallt, hat die Musik im Ohr wahrscheinlich zu laut gedreht. Foto: Franziska Koark

    Wer den Straßenlärm um sich herum nicht mehr hört, dafür aber seine Mitmenschen ebenfalls beschallt, hat die Musik im Ohr wahrscheinlich zu laut gedreht. Foto: Franziska Koark Foto: dpa

Wenn der MP3-Player den Straßenlärm locker übertönt, ist die Musik zu laut. «Der Straßenverkehr hat ungefähr 70 bis 80 Dezibel. Wird die Musik lauter eingestellt, kann es für das Ohr gefährlich werden», sagt Thomas Oberst vom TÜV Süd. 85 Dezibel entsprechen dem Lärm einer Kettensäge in zehn Metern Entfernung. Ein Zeichen für eine zu laute Beschallung sei ein tinitusähnliches Pfeifen im Ohr, erklärt der Experte. Auch wenn Personen in der Umgebung mithören können, ist die Lautstärke vermutlich zu hoch.

Viele Jugendliche riskieren nach einer aktuellen Untersuchung mit zu lauter Musik ihre Gesundheit. Für die «Ohrkan»-Studie des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Bayern und der Uniklinik Regensburg wurden zwischen 2009 und 2011 mehr als 2000 Schüler zwischen 13 und 19 Jahren befragt. Jeder Fünfte von ihnen (21 Prozent) hört demnach zu oft und zu laut Musik. Zu lautes und häufiges Musikhören kann schon in jungen Jahren das Gehör schädigen.

Der richtige Kopfhörer kann helfen, das Gehör zu schützen. «Vorteilhaft sind geschlossene Kopfhörer», erklärt Oberst. «Sie umschließen das Ohr wie eine Muschel oder werden direkt an den Gehörgang gelegt, sogenannte In-Ear-Kopfhörer.» Das schirme den Umgebungslärm ab, die Musik muss nicht voll aufgedreht werden.

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ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    13. Dezember 2012, 19:24 Uhr
    Aktualisiert:
    25. November 2013, 11:11 Uhr