Gesunde Schärfe mit dem Winterrettich

Berlin (dpa/tmn) Früher als «Arme-Leute-Essen» bekannt, wird Wurzelgemüse heute als Delikatesse in Rezepten verwendet. Besonders beliebt ist Rettich. Die Wintersorte ist leicht zu handhaben und ziemlich gesund.

In Bayern wird der «Rabi» zum Bier genossen, Meerrettich kommt auf den Lachs und im Winter ist der schwarze Rettich nicht nur eine leicht zu lagernde Saisonpflanze, sondern auch ein scharfes Highlight für Salat und Brot. Nach Angaben des aid infodienstes liegt der Ursprung des Rettichs wahrscheinlich im östlichen Mittelmeerraum, wo er bereits vor rund 4000 Jahren von den Ägyptern als Öllieferant angebaut wurde. Die Griechen und Römer trugen ihnen später in die nördlichen Gefilde von Europa weiter.

Je nach Reifezeit unterscheidet man zwischen Sommer- und Winterrettich. Letzterer ist an seiner charakteristischen schwarzen Schale zu erkennen, wobei einige Sorten laut aid auch violette oder weiße Schalen haben. Anders als Sommerrettich muss die Wintersorte allerdings nicht zwingend geschält werden, sofern die Schale nicht zu verkorkt ist. Das ungefähr faustgroße und knollenförmige Gemüse kann nach gründlichem Säubern einfach in feine Scheiben geschnitten und mit etwas Salz bestreut werden, wie die Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse (BVEO) in Berlin erläutert. Das Salz mildert die bisweilen ziemlich beißende Schärfe der Pflanze etwas. Rettich schmeckt roh im Salat oder auf Brot.

Winterliches Wurzelgemüse ist gesund. Unter der Erde wachsenden Knollen oder Rüben sind laut BVEO nahrhaft, enthalten die Vitamine A, C und E und überzeugen zudem durch intensiven Geschmack. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts galt Wurzelgemüse generell noch als Arme-Leute-Essen. Es wuchs in den Feldern und ließ sich lange lagern. Nach aid-Angaben hält sich Winterrettich bis zu sechs Monate im Keller. Damit bot die dunkle Knolle schon in kühltruhenlosen Zeiten eine vitaminreiche Abwechslung im Speiseplan. Heute wird Winterrettich als Delikatesse der Saison auf den Wochenmärkten gehandelt. Er gilt als besonders gesundheitsfördernd und wird mitunter auch als Heilpflanze, besonders bei Husten, eingesetzt.

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ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    17. Dezember 2012, 10:24 Uhr
    Aktualisiert:
    28. Februar 2014, 12:36 Uhr