Häppchenweise ins neue Jahr: Kalte Küche für die Party

München (dpa/tmn) Zu einer gelungenen Silvesterparty gehören nicht nur gut gelaunte Gäste und knallende Sektkorken. Auch das Essen muss passen: Am besten sind Speisen, denen es nichts ausmacht, mehrere Stunden ungekühlt auf dem Buffet zu stehen.

Knaller, Sekt und bunte Girlanden - das steht wohl auf den meisten Einkaufslisten für die Silvesterparty. Doch was soll aufs Partybuffet? Schließlich darf das Essen nicht schnell schlaff und unappetitlich auf dem Tisch stehen, sondern muss auch nach einigen Stunden noch gut aussehen und schmecken. Wer richtig plant und die Vorbereitungen beizeiten angeht, kann selbst entspannt mitfeiern.

«Auf das Silvesterbuffet passt zum Beispiel prima ein kalter Braten», sagt die Kochbuchautorin Margit Proebst aus München. «Die Hälfte davon kann man vorab in Scheiben schneiden, damit sich jeder unkompliziert etwas davon nehmen kann.» Möglichkeiten seien kaltes Roastbeef oder ein Schweinebraten mit einer Remoulade oder einem herzhaften Chutney. «Das Gute an so einem Braten ist, dass man ihn schon am Tag vor Silvester vorbereiten kann.» Über Nacht wird er fest in Alufolie gewickelt und im Kühlschrank gelagert. Dort kann er dann auch bis fast zur Ankunft der Gäste bleiben. «Wird er in Scheiben geschnitten, nimmt das Fleisch schnell Zimmertemperatur an.»

Auch Quiches oder Gemüsekuchen lassen sich bestens vorbereiten. «Die können ebenfalls kalt gegessen werden, sollten allerdings für die Party in möglichst kleine Stückchen geschnitten werden», erklärt Proebst. Denn wenn die Stücke zu groß sind, sind die Gäste im schlimmsten Fall schon bald satt. «Bei kleinen Häppchen können sie mehr von den anderen Speisen probieren.»

Das gilt ebenfalls für kleine gefüllte Blätterteigtaschen. «Die lassen sich prima mit den Fingern essen und können mit Lachs, Spinat und Ricotta oder Schafskäse, getrockneten Tomaten und Pinienkernen gefüllt werden.» Wer mag, kann für Mitternacht noch eine Suppe bereithalten. «Eine scharfe Thai-Kokos- oder eine Kürbiscremesuppe lassen sich gut vorkochen und müssen dann nur noch kurz aufgewärmt werden.»

Den klassischen grünen Salat sollte man für das Silvesterbuffet lieber weglassen, wie Klaus-Wilfried Meyer vom Verband der Köche Deutschlands in Frankfurt am Main betont. «Der fällt gerade in einer Essigsoße schnell in sich zusammen und sieht nach einiger Zeit nicht mehr wirklich schön aus.» Besser seien kompaktere Salate wie ein Geflügelsalat mit Ananas, Spargel, Champignons und Mandarinenstückchen. «Der hält problemlos einen Silvesterabend durch.» Andere Varianten sind Salate mit Kartoffeln, Nudeln, Reis oder Couscous. «Die werden teilweise im Laufe des Abends immer besser, wenn sie gut durchziehen und nach und nach intensiver schmecken», erklärt Proebst.

Bei einer Silvesterfeier müssen die Gastgeber darüber hinaus bedenken, dass nicht alle Speisen stundenlang Zimmertemperaturen aushalten. «Gerade bei sensiblen Produkten wie Mayonnaise, frischem Fisch und Desserts mit Sahne und rohen Eiern muss man vorsichtig sein, weil sie leicht verderben», warnt Isabelle Keller von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in Bonn. Je kürzer solches Essen draußen stehe, desto besser. Kellers Tipp: Nachspeisen wie Tiramisu erst später hinstellen oder in kleinere Schalen füllen, damit man nach einiger Zeit eine frische aus dem Kühlschrank holen kann.

«Ich würde möglichst viel am Vortag zubereiten und gut verpackt kühl stellen», rät Proebst. «Selbst eine Käseplatte kann am Silvestermittag fertig gemacht und mit Klarsichtfolie kühl gestellt werden.» Außerdem sollte der Tisch für das Buffet noch am Vorabend so weit es geht vorbereitet werden. «Wenn die Tischdecken richtig liegen, das Besteck, die Teller und Gläser schon bereitstehen, muss man an Silvester nicht noch lange herumsuchen, sondern hat alles schon fertig. Das entspannt die Lage ungemein.»

Literatur

- Margit Proebst: Partyrezepte. GU. 64 S. 7,99 Euro, ISBN-13: 978-3833825255

- Dr. Oetker: Die besten Partyrezepte von A - Z: Mit Buffetvorschlägen und über 100 Partysuppen. Dr. Oetker. 320 S. 12 Euro, ISBN-13: 978-3767005068

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Autor
Aliki Nassoufis, dpa
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    28. Dezember 2012, 10:27 Uhr
    Aktualisiert:
    28. Februar 2014, 12:32 Uhr