Schlank ins neue Jahr: 10 Tipps gegen den Festtags-Speck

BONN/OBERHAUSEN Weihnachtskekse, Gänsebraten und Silvester dann noch jede Menge Krapfen und Fondue: Nach den Feiertagen kneift deshalb oft der Hosenbund. Mit diesen zehn Tipps startet man nach Weihnachten und Silvester wieder schlank ins neue Jahr.

  • Der Speck muss weg: Diesen Vorsatz treffen viele nach den genussvollen Weihnachtstagen.

    Der Speck muss weg: Diesen Vorsatz treffen viele nach den genussvollen Weihnachtstagen. Foto: dpa

"Dick wird man nicht zwischen Weihnachten und Neujahr, sondern zwischen Neujahr und Weihnachten", sagt Ernährungsexpertin Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in Bonn. Sie gibt Tipps, wie man die Extrapfunde nach den Feiertagen wieder los wird.

Fitnessfachmann Jörn Giersberg aus Oberhausen empfiehlt zusätzlich Sport. Denn der lässt die Pfunde noch schneller purzeln.

  • Bin ich überhaupt zu dick? Diese Frage sollten Sie sich als erstes stellen. Die Aussage "Ich bin zu dick" ist nämlich subjektiv, gerade Frauen haben oft eine falsche Selbstwahrnehmung. Berechnen Sie einmal Ihren Body-Mass-Index (BMI). Einfach das Gewicht durch die Größe im Quadrat rechnen. Werte zwischen 18,5 und 24,9 sind normal. Oder bestimmen Sie das Taille-Hüft-Verhältnis: Bauchumfang durch Hüftumfang teilen. Normal sind bei Frauen Werte bis 0,8, bei Männern bis 0,9.
  • Bevor es mit dem Abnehmen los geht, ist es sinnvoll, zwei Wochen ein Ernährungstagebuch zu führen. Das empfiehlt Mechthild Winkelmann von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Dadurch kann geklärt werden, woher die Pfunde kommen.
  • Wichtige Faustregel: Wer abnehmen will, muss seine Ernährung umstellen. Ziel dabei ist eine negative Energiebilanz, also weniger Kalorien zu sich zu nehmen, als man tatsächlich verbraucht. Das kann keine Blitzdiät schaffen, sondern nur eine dauerhafte Umstellung. Sonst folgt der berüchtigte Jo-Jo-Effekt. Dauerhaft schlank machen Hähnchen oder mageres Fleisch, Fisch, Reis, Gemüse, Obst und Eiweißprodukte wie Quark oder Jogurt.
  • Fürs Abnehmen empfiehlt das Deutsche Grüne Kreuz Ballaststoffe. Die machen satt und haben wenige Kalorien. Am besten sättigen Ballaststoffe mit viel Flüssigkeit, damit sie im Magen besser quellen. Das Deutsche Grüne Kreuz empfiehlt deshalb zwei bis zweieinhalb Liter zu trinken. Viele Ballaststoffe sind zum Beispiel in Müsli, Vollkornbrot, Naturreis, Gemüse und Obst.

Diese Tipps lassen die Pfunde purzeln

1. Mahlzeiten zusammenlegen: An und nach den Feiertagen helfe es, Mahlzeiten zusammenzulegen, rät Antja Gahl. Statt Frühstück und Mittag lieber ausgiebig Brunchen. So lässt einen das Kuchenbuffet am Nachmittag kalt. Ein leichtes Abendessen rundet den Tag ab.

2. Süßigkeiten verschenken: Pro Tag sind etwa 200 Kilokalorien aus Süßigkeiten erlaubt. Das sind beispielsweise drei Dominosteine. Wer seiner Figur Gutes tun möchte, verschenkt die Weihnachtsleckereien am besten. Vor allem sollte man sich nie an Süßkram satt essen.

3. Eiweiß: Eiweißhaltige Lebensmittel machen länger satt. Auf den Tisch kommt deshalb besser Fisch als Fleisch. Wenn es Fleisch sein soll: Lieber fettarmes Huhn, Roastbeef oder Rinderlende als Ente und Schwein.

4. Gemüse und Obst: Gemüse versorgt den Körper mit vielen wichtigen Ballaststoffen. Obst sättigt mit wenigen Kalorien. Zu jeder Mahlzeit sollte daher viel Grünzeug auf dem Teller liegen. Eine leichte Alternative zum Tiramisu ist ein Obstsalat als Dessert.

    
5. Essen in Gesellschaft: Wer satt ist, sollte mit dem Essen aufhören, egal wie nett die Runde gerade ist. Antje Gahl rät, übereifrige Gastgeber freundlich in ihre Schranken zu weisen: "Bitte füll mir nicht so viel auf, sonst schaffe ich das Dessert nicht mehr."

6. Diäten: Crash-Diäten sind tatsächlich eine Möglichkeit, Silvester wieder ins Cocktailkleid zu passen. Langfristig sind sie aber schlecht für den Körper. Der berüchtigte Jojo-Effekt ist dabei die größte Gefahr.

7. Ziele setzen: Ohne Ziele, keine Motivation, sagt Fitnessexperte Jörn Giersberg. Für Sporteinsteiger seien deshalb zwei Punkte wichtig: Was will ich erreichen und bis wann will ich am Ziel angekommen sein? "12 Wochen sind ein guter Zeitraum, um schon etwas zu bewirken."

  • An jeder Imbissbude ist er zum Greifen nahe. 340 Kalorien verstecken sich zwischen den zwei Brötchenhälften eines Cheesburgers. Kleiner Tipp: Imbiss in möglichst großer Entfernung suchen und das Fahrrad aus der Garage holen. Wer 20 Minuten lang so richtig in die Pedale tritt, hat sich die fettige Leckerei verdient.
  • So ein Tütchen Gummibärchen ist schnell verdrückt. Der Film im Kino war aber auch zu spannend, um das zu merken... 340 Kalorien schleichen sich in 100 Gramm der fruchtigen Gummis ein. Mit Skilanglauf könnte man das Vergehen schnell vergessen machen. Noch einfacher: 40 Minuten mit den Inline Skates um den Block düsen.
  • Natürlich kann man der Omi nicht widersprechen, hat sie einem das Stück Schwarzwälder Kirsch erst mal auf den Teller geschaufelt. So lässt sich das sündige Kaffeekränzchen aus 250 Kalorien wieder gut machen: Rucksack vollstopfen und ab ins Gebirge zum Wandern. 45 Minuten an der frischen Waldlüft müssten reichen.
  • Schon klar: Es musste halt schnell gehen in der Mittagspause. Doch wettmachen kann diese Ausrede die 1100 Kalorien auch nicht, die in der Currywurst mit Pommes, Ketschup und Majo gesteckt haben. Jetzt schnell die Gymnastikmatte ausrollen und vieri Stunden ordentlich rumturnen.

So lassen sich kleine Sünden ausbügeln

8. Stoffwechsel anregen: Wer seinen Stoffwechsel auf Trab bringt, sorgt dafür, dass der Körper in Ruhe mehr Energie verbrennt. Jörn Giersberg schwört auf moderaten Muskelaufbau. Ein Kilo Muskelmasse verbrenne pro Tag rund 75 Kilokalorien (kcal). Die gleiche Menge Fett nur etwa 4 kcal.

9. Bewegung im Alltag: Sportmuffel können ihrem Körper schon durch mehr Bewegung im Alltag Gutes tun - zum Beispiel in dem sie Holz hacken, Reifen wechseln oder beim Umzug helfen. Jörn Giersberg schwört auch auf den Hund: "Mit einem Hund muss man raus, dann merkt man wie gut einem die Bewegung tut und findet vielleicht Gefallen an richtigem Training."

10. Motivation tanken: So wichtig Ziele sind, genauso wichtig ist es, sie nicht zu hoch zu stecken. Ziele sollten erreichbar sein. So schaffe man sich zu Beginn Erfolgserlebnisse und sei motivierter dabeizubleiben, erklärt der Fitnessexperte.

Autor
dpa
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    31. Dezember 2012, 12:46 Uhr
    Aktualisiert:
    3. Januar 2013, 13:13 Uhr
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