Geld und Energie sparen: Richtig heizen - günstig durch den Winter kommen

BERLIN/HAMBURG Sollte man alle Türen offen lassen oder die Räume doch besser getrennt heizen? Was tun, wenn die Heizung blubbert? Und muss man die Heizung ganz abdrehen, wenn man längere Zeit nicht zu Hause ist? Wer richtig heizt, kann viel Geld sparen.

  • Mit Wärmflasche und Schal will sich niemand aufs Sofa hocken. Heizen müssen wir trotz der teuren Energiekosten. Doch mit einigen Tricks lässt sich viel Energie sparen.

    Mit Wärmflasche und Schal will sich niemand aufs Sofa hocken. Heizen müssen wir trotz der teuren Energiekosten. Doch mit einigen Tricks lässt sich viel Energie sparen. Foto: dpa

Was ist wohl schlimmer: Vor Kälte oder vor der nächsten Heizkostenabrechnung zittern? Beides muss nicht sein. Denn heizen kann man auch den ganzen Winter lang, ohne dabei die Kosten explodieren zu lassen: mit einigen cleveren Tricks.

Räume getrennt heizen: Das Bad warm, das Schlafzimmer kühl und die Küche gut gelüftet - richtiges Heizen und Lüften spart nicht nur Kosten, es schützt auch die Gesundheit. Die Türen einzelner Räume sollte man geschlossen halten, rät der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmer in Berlin. Wenn zum Beispiel das kühle Schlafzimmer mit der wärmeren Luft aus dem Wohnzimmer beheizt wird, gelangt Luftfeuchtigkeit in den kühleren Raum. Das begünstigt die Bildung von Schimmel, und der schadet der Gesundheit.

Heizung nie ganz abdrehen: Das gilt auch nachts und bei längerer Abwesenheit. Sinkt die Temperatur unter 16 Grad, kondensiert Feuchtigkeit, und Schimmel hat freie Bahn. Also lieber die Heizung drosseln, empfehlen die Experten vom Bundesverband. Das spart Energie.

Beherzt und kurz lüften: Die Fenster sollte man mehrmals am Tag für ein paar Minuten ganz öffnen, für einen schnellen Luftaustausch. Die Heizung kann man dabei ruhig kurz abdrehen. Allerdings darf der Raum nicht auskühlen! Gekippte Fenster bewirken kaum etwas und führen sogar zu Energieverschwendung, wenn dabei noch die Heizung läuft.
    

Heizkörper freiräumen: Lange Vorhänge, Möbel und Verkleidungen schlucken Wärme, erklärt der Bundesverband  in Berlin.

Jalousien runterlassen: Wer nachts die Jalousien herunterlässt, kann damit den Raum zusätzlich dämmen, erläutert die Verbraucherinitiative Berlin.

Ein Grad weniger: Die Heizung ein bisschen weniger aufzudrehen als gewohnt, bringt durchaus etwas. Mit einem Grad weniger Raumtemperature kann ein Haushalt im Schnitt rund sechs Prozent Heizkosten sparen, so die Verbraucher Inititiative Berlin.

Die richtige Raumtemperatur: Die Verbraucher Initiative in Berlin erklärt, wieviel Grad in welchem Raum sein sollten.

  • Wohn- und Esszimmer: 20 Grad
  • Kinder- und Arbeitszimmer: 22 Grad
  • Schlafzimmer: 16 bis 18 Grad
  • Küche: Elektrogeräte heizen oftmals gut ein, die Heizung also nur leicht aufdrehen!
  • Grundtemperatur im Haus: 16 Grad

Heizung entlüften: Wenn es blubbert und plätschert, ist die Heizung vermutlich nicht richtig entlüftet. Und das kann die Kosten kräftig in die Höhe treiben. So geht's: Eimer und Lappen griffbereit haben! Sonst tropft das dreckige Heizungswasser womöglich auf den Teppich. Dann die Entlüftungsschraube aufdrehen, damit die Luft entweichen kann. Weniger Arbeit hat man, wenn man die Entlüftungsschraube durch einen automatischen Entlüfter ersetzt, rät die Verbraucherzentrale Hamburg.

Thermostatventile austauschen: Wenn die Ventile älter als 15 Jahre sind, sollte man sie austauschen. Denn dann arbeiten sie ungenau. Bei programmierbaren Thermostatventilen kann man Heizzeiten und Temperaturen voreinstellen.

Heizungsrohre dämmen: Ein Blick in den Heizungskeller kann sich für den Geldbeutel lohnen: Sind die Heizungsrohre nicht gedämmt, geht Energie verloren. Laut Energieeinsparverordnung (EnEV) haben Verbraucher Anspruch darauf, dass der Betreiber die Heizungsanlage regelmäßig von einem Fachbetrieb inspizieren lässt.



Zugluft stoppen: Brrrrr, es zieht! Kommt die Luft unter einer Außentür in die Wohnung, hilft ein schlauchförmiger Türstopper. In manchen Fällen lässt sich der Spalt unter der Tür versiegeln, indem man eine Unterlegscheibe aus dem Scharnier nimmt. Ist keine Scheibe drin oder geht die Tür ohne nicht mehr richtig auf, kann man eine Bürstendichtung unter dem Türblatt befestigen.

Fenster abdichten: Verzogene Flügel  müssen vom Bauschreiner nachjustiert werden, sagt Irmtraud Swoboda, Architektin und Beraterin im Verband Privater Bauherren in Wetzlar. Es gibt auch selbstklebende Dichtungsbänder, die man bei Holz- und Metallfenstern meist problemlos verwenden kann. Bei Kunststofffenstern mit vorgefertigter Gummidichtung sollte man sich mit dem Vermieter oder Fensterbauer beraten.
Autor
dpa/Anne-Kathrin Neumann
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    2. November 2012, 15:45 Uhr
    Aktualisiert:
    6. November 2012, 12:02 Uhr
KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

?

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar.)
Benutzername
Passwort
Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschließen.
Um sich registrieren zu können, müssen Sie uns mindestens einen Benutzernamen, ein Passwort und Ihre E-Mail-Adresse mitteilen.

gewünschter Benutzername

gewünschtes Passwort

Wiederholung Passwort

E-Mail

Abonummer

Ich habe die AGB gelesen und stimme diesen zu.

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und stimme dieser zu.

Einwilligungserklärung:
Ja, ich bin damit einverstanden, dass die Verlag Lensing-Wolff GmbH & Co. KG mich über interessante Bezugsangebote zu ihrer Tageszeitung, zum Bezug per Internet oder zu ihren Reisen per E-Mail und Telefon informiert. Meine Einwilligung zu einer derartigen Kontaktaufnahme zwecks Informationserhalt ist für einen Zeitraum von 2 Jahren gültig. Ich kann jederzeit über meine Einwilligung verfügen, indem ich widerrufe. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen und akzeptiere diese.
ja nein      

Sicherheitsfrage
Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 20 + 2?