Sicherzheitscheck: Prüfpflicht für Heizöltanks: Hausbesitzer sollten abwarten

BERLIN Ab Mitte 2013 soll es eine einheitliche Prüfpflicht für Heizöltanks geben. Schon jetzt drängen manche Firmen Hausbesitzer zu einem Sicherheitscheck. Experten raten allerdings, damit noch zu warten.

  • Wer einen größeren Heizöltank besitzt, soll zu einem Sicherheitscheck der Anlage verpflichtet werden. Foto: Patrick Pleul

    Wer einen größeren Heizöltank besitzt, soll zu einem Sicherheitscheck der Anlage verpflichtet werden. Foto: Patrick Pleul Foto: dpa

In diesem Jahr soll eine bundesweit einheitlich geregelte Prüfpflicht für Heizöltanks ab 1000 Litern eingeführt werden. Hausbesitzer warten mit dem Sicherheitscheck aber besser noch, so der Verband Privater Bauherren (VPB) in Berlin. Er rät Verbrauchern, sich nicht auf Angebote einzulassen, die mit dem Hinweis auf die nahende Neuregelung ein schnelles Geschäft machen wollen.

Verordnung ist noch in Arbeit - Prüfung besser verschieben

Stattdessen sollten Hausbesitzer die Überprüfung verschieben. Denn die Verordnung sei derzeit noch in Arbeit und werde wohl erst Mitte 2013 in Kraft treten. Betroffene Hausbesitzer werden schriftlich von den Behörden verständigt. Die Kosten liegen je nach Aufwand der Prüfung bei rund 100 Euro.

Eine «Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen» (VAwS) gebe es bislang schon in einzelnen Bundesländern. Die Regeln sollen nun bundesweit vereinheitlicht werden. «Aber die Verordnung muss noch durch alle Gremien und dann in Brüssel abgesegnet werden», erklärt VPB-Sprecherin Eva Reinhold-Postina.

    
Danach werden die zuständigen Behörden, meist die Untere Wasserbehörde, die Betroffenen zum Sicherheitscheck auffordern, die Details erläutern und sich die Ergebnisse vorlegen lassen. «Die Behörden sagen auch, welcher Sachverständige das machen darf», erläutert Reinhold-Postina. Die Fachleute müssen sich nach einer Qualifizierung «Sachverständige für die Prüfung für Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen» nennen dürfen. Bei Hausierern in diesem Bereich bleiben Hausbesitzer besser skeptisch. «Wenn einer an der Haustür klingelt, ist er meist gar nicht zugelassen, und das Angebot ist daher unseriös», warnt die Bauexpertin.

Derzeit ist für Tanks mit weniger als 10 000 Litern Gesamtfüllmenge in der Regel kein regelmäßiger Sicherheitscheck nötig. Ausnahmen gebe es - abhängig vom Bundesland - für unterirdische Tanks sowie in Wasserschutzgebieten. Diese Tanks müssen meist alle fünf Jahre kontrolliert werden. «Auch diese Betroffenen werden schon jetzt von den Behörden regelmäßig angeschrieben», erläutert Reinhold-Postina.

Autor
dpa
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  • Erstellt:
    2. Januar 2013, 13:20 Uhr
    Aktualisiert:
    2. Januar 2013, 13:41 Uhr
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