Tipps für Hausbesitzer: Worauf Sie bei Sturm und Regen achten sollten

NRW Bei stürmischen Aussichten macht sich so mancher Hauseigentümer Sorgen: Was tun, wenn Dachziegel runterfallen oder morsche Äste im Garten durch die Luft wirbeln? Und wer muss im Ernstfall für den Schaden aufkommen? Experten erklären, wie man seine eigenen vier Wände bei Unwetter schützen kann.

  • Stürmische Aussichten... Wer vorsorgt, kann Schäden rechtzeitig verhindern.

    Stürmische Aussichten... Wer vorsorgt, kann Schäden rechtzeitig verhindern. Foto: dpa

Generell müssen Häuser regelmäßig vom Dach bis zum Keller auf potenzielle Schwachstellen bei Stürmen und Unwettern kontrolliert werden. Die Ziegel, die Dachdecker heute auf neuen Häusern befestigen, seien in aller Regel sicher - wenn nicht gerade Tornados darüber hinwegzögen.

Regelmäßige Kontrollen

Bei älteren Häusern aber sehe das mitunter anders aus - und das ist gefährlich. Sind hier Dachziegel lose, können sie herunterfallen, Menschen verletzen oder geparkte Autos beschädigen. Die Hausbesitzer können für solche Sturmschäden haftbar gemacht werden, wenn sie keine periodische Kontrolle durch Fachleute nachweisen können.

«Dach- und auch Fassadenteile sollten deshalb regelmäßig auf ihren festen Halt hin überprüft werden», rät Frank Ebisch, Sprecher des Zentralverbandes Sanitär-Heizung-Klima (SHK) in St. Augustin bei Bonn. Doch die Kontrolle hört nicht beim Dach und der Fassade auf.

    
In aller Regel gilt auf dem gesamten Grundstück die sogenannte Verkehrssicherungspflicht. Vom geladenen Gast über den Postboten bis hin zum ungebetenen Besucher darf niemand Gefahr laufen, auf dem Weg über das Grundstück Schaden zu nehmen.

«Alles, was ich am Haus oder auf dem Grundstück habe, muss Stürmen standhalten können», sagt Alexander Wiech vom Eigentümerverband Haus & Grund in Berlin. So müssten auch leichte Metallflachdächer von Carports oder Garten- und Gewächshäuschen gesichert und Sichtschutzzäune besonders fest im Boden verankert werden.

Als vorbeugende Maßnahme sollte man morsche Äste abnehmen, damit sie nicht auf Straßen oder Stromleitungen gewirbelt werden. Sind die Bäume im Ganzen morsch oder innen hohl, sollten sie gefällt werden.

Der Versicherte ist in der Beweispflicht

Bei Sturmschäden haftet der Grundstückseigentümer, denn er hat die sogenannte Verkehrssicherungspflicht. Sturmschäden sind über die Hausrat- bzw. Wohngebäudeversicherung abgesichert, wenn der Sturm die Schadensursache bildet. Nach den Versicherungsbedingungen der Hausrat – und Gebäudeversicherung ist Sturm „eine wetterbedingte Luftbewegung von mindestens Windstärke 8“.

Die Gebäudeversicherung zahlt Schäden am Haus, wie etwa abgedeckte Dächer, zerstörte Schornsteine oder Schäden am Haus durch umgefallene Bäume. Sie zahlt auch für Folgeschäden, wenn durch das vom Sturm beschädigte Dach oder kaputte Fenster Regen eindringt und Wände oder Fußböden beschädigt werden.

Den Nachweis eines Sturmes mit mindestens Windstärke 8 muss der Versicherungsnehmer erbringen. Hierfür kann man sich in erster Linie der Windmessungen durch die Wetterämter bedienen.
Autor
wip/dpa
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    15. Dezember 2011, 12:47 Uhr
    Aktualisiert:
    4. Januar 2012, 16:13 Uhr
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