Kaffeekapseln gehören in den Gelben Sack oder Restmüll

Dessau (dpa/tmn) Die bunten Kapsel für die Kaffeemaschinen erobern die modernen Küchen. Ihre Nutzer sollten auf die Angaben der Hersteller achten, um gebrauchte Kaffeekapseln richtig zu entsorgen.

  • Je nach Hersteller kommen die gebrauchten Kaffeekapseln in den Gelben Sack oder in den Restmüll. Foto: Victoria Bonn-Meuser

    Je nach Hersteller kommen die gebrauchten Kaffeekapseln in den Gelben Sack oder in den Restmüll. Foto: Victoria Bonn-Meuser Foto: dpa

Beteiligt sich der Hersteller an einem Dualen System, können die alten Kapseln in den Gelben Sack wandern, teilt das Umweltbundesamt (UBA) in Dessau mit. Erkennbar sind solche Produkte meist am Grünen Punkt. Der Hersteller bezahle dann ein Lizenzgeld an ein Duales System und komme so für die Kosten für das Sammeln, Sortieren und Wiederverwerten seiner zum Beispiel aus Kunststoff oder Aluminium bestehenden Verpackung auf.

Wo es bereits eine zentrale Sammelstelle für Wertstoffe gibt, ist dies der richtige Entsorgungsweg. Besteht auch diese Möglichkeit nicht, müssen die Kapseln mit dem Restmüll entsorgt werden. Wie das UBA erläutert, belastet das Recycling der Kapseln die Umwelt deutlich weniger als die Produktion aus Primärrohstoffen. Bei Aluminium beispielsweise wird für das Recycling 95 Prozent weniger Energie benötigt als für die Herstellung von neuem Aluminium.

Das UBA rät wegen des anfallenden Abfalls grundsätzlich von Portionskapseln ab. Umweltfreundlicher sind Filterkaffee oder Kaffeepads. Letztere bestehen auch aus Filterpapier und können einfach im Biomüll entsorgt werden. Bei einem Gewicht von knapp einem Gramm pro Kapsel und einem bundesweiten Verbrauch von mehreren Milliarden Kaffeekapseln im Jahr fällt eine erhebliche Menge Müll an, die vermieden werden könne.

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ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    14. September 2012, 09:21 Uhr
    Aktualisiert:
    28. Februar 2014, 12:38 Uhr