Beinwunder für Wunderbeine - Leggins richtig kombinieren

Hamburg (dpa/tmn) Leggins haben ihren Schrecken nicht ganz verloren. Zwar sind sie wieder in Mode, doch viele erinnern sich noch an die schrecklichen Kombinationen der 80er Jahre. Heute trägt frau das enge Beinkleid stilvoll - und sieht nicht wie eine Presswurst aus.

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  • Zeigt her eure Beine: Bunte Leggins und Strumpfhosen - hier von Kunert für je 9 Euro - sind derzeit in Mode. Foto: Kunert

    Zeigt her eure Beine: Bunte Leggins und Strumpfhosen - hier von Kunert für je 9 Euro - sind derzeit in Mode. Foto: Kunert Foto: dpa

  • Auffallend gemusterte Strumpfhosen wie von Wolford (39 Euro) brauchen tolle Beine: Das Muster lenkt den Blick auf sich. Foto: Wolford

    Auffallend gemusterte Strumpfhosen wie von Wolford (39 Euro) brauchen tolle Beine: Das Muster lenkt den Blick auf sich. Foto: Wolford Foto: dpa

  • Auffällig bunt und stark gemustert: So sehen die derzeit trendigen Strumpfhosen und Leggins aus, hier ein Modell von Hudson (16 Euro). Foto: Hudson

    Auffällig bunt und stark gemustert: So sehen die derzeit trendigen Strumpfhosen und Leggins aus, hier ein Modell von Hudson (16 Euro). Foto: Hudson Foto: dpa

  • Wild gemustert: Ein Hingucker sind solche Leggins in diesem Winter - hier ein Modell von Gatta (ca. 15 Euro). Foto: Gatta

    Wild gemustert: Ein Hingucker sind solche Leggins in diesem Winter - hier ein Modell von Gatta (ca. 15 Euro). Foto: Gatta Foto: dpa

  • Sexy Beine sind Pflicht: Gemusterte Leggins oder Strumpfhosen wie das Modell von Trasparenze (ca. 52 Euro) brauchen perfekte Formen. Foto: Trasparenze

    Sexy Beine sind Pflicht: Gemusterte Leggins oder Strumpfhosen wie das Modell von Trasparenze (ca. 52 Euro) brauchen perfekte Formen. Foto: Trasparenze Foto: dpa

  • Ein strahlendes Blau lenkt den Blick auf das Bein - wie bei Hudson (20 Euro) zu sehen. Foto: Hudson

    Ein strahlendes Blau lenkt den Blick auf das Bein - wie bei Hudson (20 Euro) zu sehen. Foto: Hudson Foto: dpa

  • Nur ein Teil darf der Hingucker sein: Entweder das Oberteil oder die hautenge Strumpfhose - hier von Kunert (29 Euro) - sollte den Blick anziehen. Foto: Kunert

    Nur ein Teil darf der Hingucker sein: Entweder das Oberteil oder die hautenge Strumpfhose - hier von Kunert (29 Euro) - sollte den Blick anziehen. Foto: Kunert Foto: dpa

  • Rottöne wie etwa kräftiges Rosa von Hudson (ca. 20 Euro) liegen im Trend bei Leggins und Strumpfhosen. Foto: Hudson

    Rottöne wie etwa kräftiges Rosa von Hudson (ca. 20 Euro) liegen im Trend bei Leggins und Strumpfhosen. Foto: Hudson Foto: dpa

  • Ein Teil darf auffallen: Eine ungewöhnlich gemusterte Strumpfhose - wie das Modell von Trasparenze (23 Euro) - zieht die Blicke auf sich, das Oberteil sollte da dezent sein. Foto: Trasparenze

    Ein Teil darf auffallen: Eine ungewöhnlich gemusterte Strumpfhose - wie das Modell von Trasparenze (23 Euro) - zieht die Blicke auf sich, das Oberteil sollte da dezent sein. Foto: Trasparenze Foto: dpa

Ellenlange Beine in einer hautengen Hose ziehen die Blicke förmlich an: Leggins sind das Beinkleid für den Winter. Sie werden nicht mehr unbedingt unter Röcken, Kleidern und langen Pullover versteckt, sondern laufen der normalen Hose den Rang ab. Besonders ihre bunten Farben und die auffälligen Muster lassen die Beine zum Hingucker werden - allerdings ist das nichts für jede Gelegenheit und vor allem nicht für jede Figur.

Denn die wenigsten Frauen können das hautenge Beinkleid tragen. «Die meisten Leggins haben ja nur ein Gummibündchen», erläutert die Modeexpertin Uschka Pittroff aus Hamburg. «Wer da ein bisschen Speck an Bauch, Beine und Hüften hat, verwandelt sich damit leicht in einen Muffin, bei dem oben alles aus dem Förmchen quillt.» Auch Personal Shopperin Maria Hans aus Hamburg sieht das so: «Auf jeden Fall sind diese Leggins ein sehr junger Look, den eben auch nur junge und am besten auch sehr schlanke Frauen tragen sollten.»

Dabei sind hautenge Leggins - wie auch bunte und gemusterte Strumpfhosen - der Dauerbrenner der vergangenen Jahre. Auch in diesem Winter werden farbige, gemusterte oder mit Pailletten bestickte Modelle quasi überall angeboten. Und die Leggins sind nun sogar ein Hosenersatz - und werden nicht mehr nur unter lange Oberteile gezogen, sondern etwa auch zu taillierten Blazern oder Kurzpullis getragen.

Vor allem macht die Kombination der Leggins den Unterschied, ob es gut aussieht. «Bei einem Outfit mit Leggins sollte man sich unbedingt für ein Teil entscheiden, das die Aufmerksamkeit auf sich zieht - also entweder das Oberteil oder die Leggins», erklärt Hans. Sind die Leggins bunt oder gemustert, sollten die weiteren Kleidungsstücke einfarbig und dezent sein - und umgekehrt. Das Gleiche gilt bei Strumpfhosen. Wer die Leggins zum Rock tragen will, sollte zudem auf dessen Länge achten - und die ist im Idealfall sehr kurz. «Wenn der Rock das halbe Bein oder noch mehr und damit die auffallenden Leggins versteckt, sieht das wie beim Fasching aus», sagt Hans.

Strumpfhosen haben naturgemäß im Winter Hochsaison. Auch sie sind derzeit auffallend bunt, wie Moderedakteurin Tessa Saueressig von der Fachzeitschrift «Textilwirtschaft» in Frankfurt am Main aus dem Handel berichtet. Besonders die Farbe Rot sei gefragt, aber auch blickdichte Modelle in Gewürzfarben wie Curry und Paprika. Bei den Mustern sehe man viele Punkte - ganz kleine bis hin zu den großen Polka-Dots.

Neben der richtigen Kombination mit dezenten Kleidungsstücken entscheidet bei Strumpfhosen auch das Material, ob das Bein ein Hingucker ist. «Für kreative Strumpfhosen braucht man ein extrem geschicktes Händchen bei der Kombination - nicht nur in Sachen Farben», erläutert das Maria Hans. Denn Muster mit großen Elementen und grobe Strukturen lassen das Bein dicker wirken.

Traditionell gibt es im kalten Winter immer auch dicke Wollstrumpfhosen mit groben Strukturen - und derzeit haben diese auch noch die modischen großen Muster. «Dicke Baumwolle und grobe Muster? Das trägt ja gleich doppelt auf», warnt die Styling-Beraterin Lisa Zimmermann aus Berlin. Und Hans rät: «Die sind eher etwas für den winterlichen Waldspaziergang als für das Business- oder Partyoutfit.»

Pittroff und Zimmermann raten daher, zu schlichten Modellen zu greifen - vor allem, wenn es etwas eleganter sein soll. «Im Business gibt es ganz klare Vorschriften, und die lauten bei Strumpfhosen neutral, also hautfarben», sagt Zimmermann. Doch selbst in konservativen Branchen bieten sich für die modische Frau zumindest nuancenhafte Variationsmöglichkeiten: «sanfter Schimmer, ein leichter Schein, etwas Glanz», beschreibt die Modejournalistin Saueressig die Strumpfhosen, die Frauen im Beruf tragen könnten. Bei schwarzen Strümpfen seien dezente Muster erlaubt, solange diese nicht zu sehr ins Auge stechen und das übrige Outfit schlicht gehalten ist.

Sogar den Netzstrumpf könne man tragen, wenn ein elegantes Outfit gefragt ist. «Der galt ja lange als ordinär, ist aber inzwischen völlig gesellschaftsfähig», sagt Hans. Junge Mädchen tragen sie eher mit größeren Löchern, Damen mit feiner Struktur. «Man kann darunter noch eine normale schwarze Strumpfhose tragen. Das wirkt dann noch ein bisschen dezenter - und aufregend zugleich», rät Hans.

Auf Qualität und feine Maschen gilt es bei den transparenten Modellen zu achten. «Es sollten nicht zu viele Mikrofasern drin sein», rät Hans. An diesen bilden sich schnell Flusen. Besser seien Lycra und Elasthan. Diese straffen und formen das Bein zudem optisch. Wolle und Baumwolle tragen hingegen nicht nur auf, sondern leiern auch schnell aus - und das Bein in Strumpfhosen sieht aus wie eine Ziehharmonika. «Und das ist bei Strumpfhosen und Leggins ein absolutes Tabu», sagt die Modeberaterin Hans.

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Autor
Britta Schmeis, dpa
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    18. Dezember 2012, 10:28 Uhr
    Aktualisiert:
    18. Dezember 2012, 10:30 Uhr