Schutz im Winter: Richtige Pflege für Lederjacke, Schuhe und Co.

NRW Natürlich ist die neue Wildlederjacke nass geworden, Schnee-Matsch klebt an den Schuhen, auch die Handtasche hat gelitten. Und nun? Auf die Heizung damit? Oder den Dreck erstmal feucht abwischen? So bringen Sie Ihre Kleidung tiptop-gepflegt durch die kalte Jahreszeit.

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  • Auch im nächsten Winter sollen Schuhe, Tasche und Jacke noch tragbar sein. Mit der richtigen Pflege ist das kein Problem.

    Auch im nächsten Winter sollen Schuhe, Tasche und Jacke noch tragbar sein. Mit der richtigen Pflege ist das kein Problem. Foto: dpa

  • Wäschetrocknen wird im Herbst und im Winter oft zum Problem. Vor allem, wenn man keinen Keller oder Trockenraum hat.

    Wäschetrocknen wird im Herbst und im Winter oft zum Problem. Vor allem, wenn man keinen Keller oder Trockenraum hat. Foto: dpa

Verdreckte Schuhe: Schmutz macht das Leder brüchig, warnt die Zeitschrift "Outdoor". Deshalb sollte man den groben Dreck sofort mit einer Schuhbürste und lauwarmem, klarem Wasser entfernen. Steinchen im Profil lassen sich gut mit einem Schraubenzieher rauspulen. Anschließend die Schuhe zwei bis drei Tage trocknen lassen und dann mit Pflegewachs einreiben.

Nass gewordene Ledertasche: Zunächst sollte man die Tasche laut Onlineportal helpster.de mit einem weichen Tuch und ein bisschen Lederpflegemitel einreiben. Auf keinen Fall auf die Heizung stellen und dort trocknen lassen! Schlauer Trick: Genau wie bei Lederschuhen kann man die Tasche von innen mit Zeitungs- oder Küchenpapier ausstopfen und sie offen in einem warmen Raum trocknen lassen.
    
Jacke imprägnieren: Wer bei Wind und Wetter unterwegs ist, sollte seine Jacke gut schützen. Durch das Imprägnieren perlen Regentropfen ab, die Jacke wird nicht mehr durchnässt. Auf dem Blog Outdoortrends.de erklären die Autoren, wie es richtig geht: Entweder man benutzt ein Imprägnier-Spray. Wichtig ist, dass man es gut verteilt. Wer Angst hat, eine Stelle zu übersehen, kann das Imprägniermittel auch ins Spülfach der Waschmaschine geben und die Jacke damit waschen. Am besten lässt sich Kleidung im nassen Zustand imprägnieren, das hält länger.

Nasse Leder-Stiefel: Damit die Schuhe auch innen gut trocknen, am besten die Einlegesohle herausnehmen und sie dann mit Zeitungspapier ausstopfen, empfiehlt die Zeitschrift "Outdoor". Auch hier gilt: Die Schuhe nicht auf die Heizung stellen! Wasserflecken kriegt man laut Onlineplattform muttis-haushaltstipps.de wieder weg, indem man die Schuhe mit einer halben Zwiebel einreibt und anschließend mit einem weichen Lappen nachpoliert.

Feuchte, stinkende Sohlen: Ab damit in die Waschmaschine, bei 30 Grad werden sie laut Zeitschrift "Outdoor" wieder rein.

    
Schuhe aus Lackleder: Kälte verträgt dieses Material nicht so gut, Schuhe bekommen schnell Risse. Auf der Onlineplattform muttis-haushaltstipps.de wird empfohlen, die Schuhe mindest eine halbe Stunde lang vorher anzuziehen, bevor man das Haus verlässt. Durch die Wärme ist das Leder dann angeblich resistenter gegen Minusgrade.

Pelzfutter: Was tun, wenn das Pelzfutter der Schuhe oder Stiefel im Winter leidet? Am besten Talkumpuder drauf geben und einige Stunden einwirken lassen, das Puder dann wieder ausschütteln.

Streusalzreste auf Wildleder: Von scharfen Reinigungsmitteln rät das Onlineportal helpster.de ab. Stattdessen das Leder vorsichtig mit einem leicht feuchten und weichen Lappen abreiben - aber nicht ausschließlich den Fleck, sondern auch die umliegenden Bereiche. So entstehen keine Reinigungsränder, der ehemalige Fleck fällt später kaum auf. Bei hartnäckigen Flecken das Wasser mit ein wenig Feinwaschmittel mischen. Deutlich sichtbare Ränder verschwinden angeblich mit etwas Dosenmilch. Anschließend mit hochprozentigem Alkohol aus der Apotheke und danach mit destilliertem Wasser säubern.

Wäsche im Winter trocknen: Das Umweltbundesamt in Dessau gibt einen cleveren Tipp: Einfach die nasse Wäsche aufhängen und einen Ventilator so aufstellen, dass die Luft zwischen die Wäsche weht und sie leicht bewegt. Dabei gibt die Wäsche wie beim Trocknen im Freien Wasser an die vorbeiströmende Luft ab. Durch die ständige Bewegung wird sie glatt und weich. Wäsche einfach so in der Wohnung trocknen zu lassen, hält Silvia Frank vom Deutschen Hausfrauenbund in Karlsruhe für keine gute Idee: Durch die feuchte Wäsche entsteht Verdunstungskälte, bei geöffnetem Fenster geht Heizenergie verloren. "Der Energieverbrauch ist dann höher als bei der Nutzung von Wäschetrocknern" sagt die Expertin und rät zur Anschaffung eines solchen Gerätes.

Daunenjacke richtig säubern: Der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel in Frankfurt verrät einen Geheimtipp: Die Jacke kann man in der Waschmaschine reinigen, man sollte aber in die Trommel zwei bis vier Tennisbälle legen, damit sie eine zusätzliche mechanische Reinigungswirkung entfalten. Dann den Schonwaschgang mit hohem Wasserstand und geringer Trommelbewegung bei maximal 40 Grad wählen. Nach dem Spülen und Schleudern am besten noch je einen weiteren Spül- und Schleudergang einlegen, gefolgt von einem dritten, letzten Schleudergang. Dies sei notwendig, weil Daunen ein Vielfaches ihres Eigengewichts an Wasser aufnehmen, erläutert der IKW.

Nach dem Waschen darf die Daunenjacke nicht an der Luft trocknen, da die Daunen sonst verklumpen. Im Wäschetrockner sorgen vier Tennisbälle dafür, dass die feuchten Daunen beim Trocknen richtig aufgewirbelt werden. Zunächst kommen die Stücke für eine Stunde in den Trockner bei hoher Temperatur von maximal 100 Grad. Danach muss die Daunenjacke mindestens eine Stunde auskühlen und dabei gelegentlich aufgeschüttelt werden. Anschließend sollte man Trockenvorgang und Abkühlphase wiederholt.
Autor
Anne-Kathrin Neumann
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    10. Dezember 2012, 14:26 Uhr
    Aktualisiert:
    10. Dezember 2012, 14:27 Uhr
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