Heino Ferch mag «Hotels mit gutem Service»

Berlin (dpa) Im ZDF-Dreiteiler «Das Adlon. Eine Familiensaga» (der erste Teil läuft am 6. Januar) gibt Schauspieler Heino Ferch den Hotelier Louis Adlon. Dessen Vater Lorenz Adlon hatte die Idee zu dem 1907 eröffneten Berliner Luxushotel.

  • Heino Ferch spielt denBerliner Hotelier Louis Adlon. Foto: Tobias Hase

    Heino Ferch spielt denBerliner Hotelier Louis Adlon. Foto: Tobias Hase Foto: dpa

«Das "Adlon" wird für Louis zur Lebensaufgabe», erzählt Ferch. «Und Hedda zur Liebe seines Lebens.» Marie Bäumer spielt die Hedda, für die Louis Frau und Kinder verlässt. Gemeinsam mit ihr führt er nach dem Tod des Vaters das Haus weiter. Was der 49 Jahre alte Schauspieler selbst über Aufenthalte in Hotels und insbesondere über jene im «Adlon» denkt, verriet er im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa.

Als Schauspieler sind Sie viel unterwegs und haben im Laufe der Zeit auch das ein oder andere Hotel kennengelernt. Wohnen Sie gern dort?

Ferch: «Ich bin auf jeden Fall gern in guten Hotels mit gutem Service. Während der Dreharbeiten hatten wir das Vergnügen, im "Adlon" wohnen zu dürfen. Hotels dieser Art gibt es nur ganz wenige auf der Welt: große Häuser mit Geschichte, die mit ihrem Luxus eben auch schon immer ein faszinierendes Publikum angezogen haben - Weltenbummler, Industrielle und Künstler zum Beispiel. Menschen, die ihre Persönlichkeit und ihre Geschichten in solche Häuser hineingetragen haben. Das "Adlon" ist solch ein Haus, auch das "Ritz" in Paris, das "Beverly Hills" in Los Angeles, das "Peninsula" in Hongkong oder das "Cipriani" in Venedig.»

Welche Erinnerungen haben Sie an Ihren ersten Besuch im «Adlon»?

Ferch: «Nur schöne, denn der Anlass war die Premierenfeier unseres Films "Comedian Harmonists". Das war im Dezember 1997, ein paar Monate nach der Eröffnung des neuen "Adlons", und wirklich sehr beeindruckend. Nicht nur, weil es damals das perfekte Ambiente für diese Party im Stil jener Comedian-Harmonists-Zeit der 20er Jahre war, sondern auch weil es so ein geschichtsträchtiger Ort ist. Am Pariser Platz, nahe dem Brandenburger Tor, mitten in Berlin, in Europa - politisch wie geografisch ein Knotenpunkt von unglaublich vielen Begebenheiten in verschiedenen politischen Systemen. Allein schon diese Position ist etwas absolut Einmaliges auf der Welt.»

Und haben Sie Ihren Aufenthalt im «Adlon» genossen?

Ferch: «Genossen auf jeden Fall, auch wenn ich nicht getestet habe, was in Sachen Service alles geht. Ich glaube, bis auf illegale Sachen macht das Personal dort alles möglich, was ein Gast sich wünscht. In solch teuren Häusern wird eben auch ein besonderer Service erwartet. Der Satz "Kein Problem!" gehört in diesen Kategorien einfach dazu. Das Besondere beginnt schon draußen vor der Tür, wenn die Doormen genau wissen, welcher Gast vor ihnen steht. Oder die Zimmermädchen, die auf dem Gang jeden Gast immer freundlich grüßen und ihm einen schönen Tag wünschen. Das ist die alte Schule und die ist einfach wahnsinnig schön. Gibt es irgendjemanden, der so etwas nicht mag?»

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  • Erstellt:
    3. Januar 2013, 09:05 Uhr
    Aktualisiert:
    3. Januar 2013, 09:07 Uhr
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