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Auto und Verkehr
21.12.2012 11:22 Uhr
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VW Polo auf Spanisch - Der Seat Ibiza

Berlin (dpa/tmn) Der Seat Ibiza ist zwar nach einer der Balearen benannt, aber keine Insellösung. Denn technisch basiert er schon lange auf einem Wolfsburger Erfolgsmodel - dem VW Polo. Bei einem Gebrauchten fährt der Kunde mit jüngeren Modellen besser.

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Eine große Schwäche von Seats dritter Ibiza-Generation sind die vorderen Achsgelenke. Der seit 2008 produzierte Nachfolger gilt als deutlich zuverlässiger. Foto: Seat (Foto: dpa)

Der seit den 80er Jahren gebaute Kleinwagen Seat Ibiza ist längst bei der spanischen Marke zum Traditionsmodell geworden. Wer einen Ibiza aus zweiter Hand kaufen will, schaut sich am besten nach einem jüngeren Exemplar um, lautet die Empfehlung im «TÜV Report 2013». Denn das Modell hat offenbar einen besonders effektiven Reifeprozess durchgemacht.

Der seit 2008 gebaute aktuelle Ibiza fällt den TÜV-Angaben zufolge bis dato nur durch Kleinigkeiten wie vereinzelte Elektronikprobleme auf. Schwerer wiegt da schon die typische Macke seines Vorgängers vom Typ 6L: ausgeschlagene Gelenke an der Vorderachse. Zudem hat der ADAC eine hohe Ausfallquote bei den Batterien und Zündspulen festgestellt. Bis zum Baujahr 2006 sind in der Pannenstatistik des Clubs auch Probleme mit den Bremsen und bis 2008 Fehler im Motormanagement aufgeführt.

1984 rollte die erste, von Star-Designer Giorgio Giugiaro gezeichnete Ibiza-Generation vom Band. 1993 wurde die zweite Auflage vorgestellt - seitdem stammt die Technik komplett von Volkswagen. Anfang 2002 folgte der nächste Modellwechsel. Derzeit wird der Ibiza in vierter Auflage gebaut. Das aktuelle Modell ist als Fünf- und Dreitürer sowie als Kombi ST erhältlich. Zuletzt gab es im Frühjahr 2012 ein Facelift, bei dem das Design aufgefrischt und der Innenraum aufgewertet wurde.

Unter der Haube des kleinen Spaniers arbeiten Reihenmotoren mit drei und vier Zylindern. Seit der dritten Modellgeneration leisten die im Laufe der Zeit angebotenen Benziner zwischen 44 kW/60 PS und 132 kW/180 PS im sportlichen Cupra-Modell. Die Diesel geben wenigstens 47 kW/64 PS her und höchstens 118 kW/160 PS. Eine seit 2011 erhältliche Autogasversion (LPG) kommt auf 60 kW/81 PS.

Wer sich für diese LPG-Motorisierung interessiert, sollte laut der Schwacke-Liste für einen Ibiza SC 1.6 LPG Reference von 2011 mit rund 20 000 Kilometern auf dem Tacho um die 9250 Euro einplanen. Das Sportmodell Ibiza SC 1.4 TSI DSG Cupra mit 132 kW/180 PS von 2009 kostet noch etwa 12 850 Euro (durchschnittliche Laufleistung: 44 000 Kilometern). Für einen Diesel der Vorgängergeneration wie den 59 kW/80 PS starken Ibiza 1.4 TDI DPF Reference von 2007 fallen etwa 6550 Euro an (115 600 Kilometer). Ein Benziner aus dem gleichen Jahr, etwa der 1.6 16V Sport Edition mit 77 kW/105 PS, wird noch für rund 6400 Euro gehandelt (68 000 Kilometer).

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