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Nürnberg (dpa/tmn) Spitzenplätze für Stuttgart und München: Dort verdienen Beschäftigte bundesweit am meisten. Den letzten Platz belegt die Metropolregion Mitteldeutschland. Doch auch das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen ist in Deutschland immer noch stark.
In der Region München kommen Arbeitnehmer im Durchschnitt auf 2948 Euro brutto im Monat. In Dresden sind es rund 1908 Euro. Foto: Andrea Warnecke (Foto: dpa)
In Stuttgart und München verdienen Arbeitnehmer im Durchschnitt mehr als in anderen Regionen. Das hat eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ergeben. Während bundesweit im Mittel 2615 Euro brutto im Monat gezahlt werden, sind es in der Region Stuttgart 2991 Euro. In der Region München kommen Arbeitnehmer im Mittel auf 2948 Euro im Monat. Für die Studie wurden die Gehälter von sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmern in elf Regionen miteinander verglichen.
Schlusslicht sind die beiden ostdeutschen Metropolregionen Berlin-Brandenburg und Mitteldeutschland. In Berlin-Brandenburg bekommen Arbeitnehmer im Mittel auf 2241 Euro brutto im Monat. In Mitteldeutschland, wozu etwa Chemnitz, Dresden und Erfurt zählen, sind es 1908 Euro brutto im Monat.
Eine weitere Studie macht außerdem auf das hohe Lohngefälle zwischen Männern und Frauen in Deutschland aufmerksam. Demnach sind die Frauen im Schnitt zwar besser ausgebildet als Männer, verdienen aber deutlich weniger. Zu diesem Ergebnis kommt der erste Bericht der Organisation für Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) zum Thema Gleichstellung.
Das Potenzial der gut ausgebildeten Frauen wird auf dem Arbeitsmarkt nicht ausreichend ausgeschöpft, heißt es. Ein Grund dafür ist der Studie zufolge die verstärkte Teilzeitarbeit von Frauen als Strategie, um für eine Zeit Karriere und Familie unter einen Hut zu bringen. Viele Frauen kommen aber aus dem System der Teilzeit nicht mehr heraus. Das hat negative Folgen für ihren beruflichen Aufstieg. Frauen sind in leitenden Positionen und vor allem in Vorständen und Aufsichtsräten von Unternehmen immer noch unterrepräsentiert. Ihr Einkommen liegt im Schnitt entsprechend deutlich unter dem der Männer. Sie verdienen rund 22 Prozent weniger. Damit liegt Deutschland im Vergleich auf dem drittletzten Platz der 34 OECD-Staaten.

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