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Bonn (dpa/tmn) 2012 waren mehr Jugendliche im Herbst noch auf der Suche nach einer Lehrstelle als im Jahr davor. Innerhalb von fünf Jahren hat sich die Situation bei der Ausbildungssuche jedoch deutlich gebessert.
Die Arbeitsagentur sucht nicht nur nach Beschäftigung - sie ist auch selbst potenzieller Arbeitgeber. Zum Stichtag des 30. Septembers blieben 76000 Jugendliche ohne Lehrstelle. Foto: Dominique Leppin (Foto: dpa)
Die Zahl der Jugendlichen, die Ende September noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz waren, ist 2012 im Vergleich zu 2011 gestiegen. Das geht aus einer Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hervor. So gab es 2012 am 30. September noch 76 000 Personen, die eine Lehrstelle suchten. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von 5,4 Prozent. Damals waren es 72 100.
Am häufigsten blieben junge Menschen in Berlin unversorgt. 16,7 Prozent der Ausbildungsplatzbewerber waren hier am 30. September noch auf der Suche. Auf Rang zwei kam Niedersachsen mit 16,2 Prozent. In Nordrhein-Westfalen waren es 14,7 Prozent und in Brandenburg 14,4 Prozent. Am besten war die Situation in Bayern (7,0 Prozent).
Von den 76 000 Jugendlichen hatten 60 400 zum 30. September eine Alternative gefunden: So ging jeder Vierte in eine Fördermaßnahme (25,9 Prozent). Etwas mehr besuchten erneut die Schule (29,2 Prozent). Einige wurden erwerbstätig (15,3 Prozent) oder machten ein Praktikum (8 Prozent). Ohne Ausbildungsplatz und ohne Alternative waren am 30. September noch 15 700. 2011 waren es nur 11 550.
Im Vergleich zu 2007 ist die Zahl der erfolglos nach einem Ausbildungsplatz Suchenden jedoch deutlich niedriger. So waren 2007 am 30. September noch 130 900 Personen auf der Suche. Grund dafür sei die demografische Entwicklung sowie eine verbesserte Lage am Ausbildungsmarkt, so das BIBB.

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