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Bonn (dpa/tmn) Weniger Ausbildungsverträge gleich schlechtere Ausbildungschancen? Die Zahl der neu abgeschlossenen Verträge ist zwar gesunken, die Nachfrage nach Lehrstellen aber auch. Vor allem das Handwerk ist von dem Rückgang betroffen.
Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist gesunken. Foto: Jens Kalaene (Foto: dpa)
Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist 2012 im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Das geht aus einer Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hervor. Für den Zeitraum vom 1. Oktober 2011 bis zum 30. September 2012 zählte das BIBB 551 300 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Rückgang von 3,2 Prozent. Zuletzt war der Wert 2005 so niedrig.
Grund dafür sei zum einen, dass 2012 etwas weniger Ausbildungsplätze als im Vorjahr angeboten wurden, so das BIBB. 2012 standen 584 500 Ausbildungsplätze zur Verfügung. Im Vorjahr waren es noch 599 829. Die Ausbildungschancen haben sich dadurch aber nicht verringert: Denn das sinkende Angebot wurde von einer sinkenden Nachfrage begleitet. 2012 suchten 627 300 Personen nach einer Lehrstelle. Im Jahr davor waren es noch 14 200 Personen mehr.
Besonders in Sachsen, Sachsen-Anhalt und in Mecklenburg-Vorpommern ging die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge zurück: In Sachsen um 10,7 Prozent, in Sachsen-Anhalt um 8,2 Prozent und in Mecklenburg-Vorpommern um 6,6 Prozent. Bei den Branchen verzeichnete das Handwerk einen besonders starken Rückgang (minus 4,6 Prozent).

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