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Bonn (dpa/tmn) Muttermilch reicht nicht. Um die Versorgung eines Babys mit Vitamin K sicherzustellen, sollte das Vitamin zusätzlich bei der Vorsorgeuntersuchung verabreicht werden. Dies kann gefährliche Blutungen verhindern.
Ein Baby bei der U3-Vorsorgeuntersuchung: Bei dieser sollte der Nachwuchs Vitamin-K als Tropfen erhalten, um die Blutgerinnung zu verbessern. Foto: Bernd Wüstneck (Foto: dpa)
Vitamin K ist für die Blutgerinnung wichtig. Säuglinge sollten davon genug zugeführt bekommen, da sie nach der Geburt meist einen Vitamin K-Mangel haben. «Neugeborene sollten deshalb bei den ersten drei Vorsorgeuntersuchungen U1, U2 und U3 jeweils zwei Milligramm Vitamin K als Tropfen erhalten», sagt Wolfram Hartmann, Kinder- und Jugendarzt im Netzwerk Gesund ins Leben. Die Initiative wird vom Bundesernährungsministerium gefördert.
Wichtig sei, dass das Baby alle drei Vitamingaben erhält. Dafür sollten Eltern mit ihrem Säugling alle Untersuchungstermine einhalten. Die Vorsorgeuntersuchung U1 wird direkt nach der Geburt, die U2 zwischen dem dritten und zehnten Lebenstag und die U3 zwischen der vierten und sechsten Lebenswoche gemacht. Damit kann gefährlichen Blutungen vorgebeugt werden, die oft schon in den ersten Lebenstagen beginnen und nicht selten im Gehirn auftreten.
Die Vitamin-K-Empfehlung gilt unabhängig davon, ob der Säugling gestillt wurde oder nicht. «Da die Muttermilch von Natur aus wenig Vitamin K enthält, ist auch für voll gestillte Babys die zusätzliche Gabe von Vitamin K unverzichtbar», erklärt Hartmann.

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