ABC der Wirkstoffe
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PLANEGG/SAARBRÜCKEN Schnell in den zwei Wochen vor dem Skiurlaub noch etwas die Kraft und Ausdauer trainieren - das sollte doch reichen, oder? Von wegen: Wer sich so kurzfristig auf die Sportreise vorbereitet, riskiert Unfälle und heftige Verletzungen.
Wer so die Hänge hinabsausen will, braucht eine gute Grundlagenausdauer, viel Kondition und genug Kraft. (Foto: dpa)
Strahlend blauer Himmel, tief verschneite Hänge, frisch gespurte Loipen - so eine Szenerie lässt das Herz eines jeden Wintersportlers höher schlagen. Doch manchmal kommt schon Minuten später das böse Erwachen: Nach wenigen Metern auf den Langlaufskiern zwicken schon die Waden. Oder bei der ersten Abfahrt von der Bergstation misslingt ein Bremsmanöver, der Skiläufer strauchelt und verdreht sich gleich das Knie. Mit der richtigen Vorbereitung auf den Skiurlaub lassen sich solche Pannen und Unfälle allerdings meist vermeiden.
Grundlagenausdauer ist unentbehrlich
«Für Spaß am Skifahren sollte man eine gute Grundlagenausdauer haben», sagt Markus Rothermel vom Bundeslehrteam Alpin im Deutschen Skiverband (DSV). «Die, die sich den Sommer über betätigt haben, tun sich wesentlich leichter und verletzen sich seltener.»
Im Urlaub sollten sich Skisportler dann aber auch bei bester Vorbereitung nicht gleich auf die Piste oder Loipe stürzen. «Zu Beginn, aber auch nach längeren Pausen oder Liftfahrten sollte man sich kurz aufwärmen, um Muskulatur, Sehnen und Bänder auf die bevorstehende Belastung vorzubereiten und Verletzungen vorzubeugen», rät Kind.
Regelmäßig Pausen einlegen
Wichtig sei auch, die sportliche Pistenaktivität nicht zu übertreiben und regelmäßig Pausen einzulegen. «Wer möglicherweise fünf bis acht Stunden auf der Piste verbringt, macht unter Umständen an einem Tag mehr Sport als sonst in einem ganzen Monat», warnt die Expertin.
Denn wer ausgelaugt auf seinen Brettern steht, ist selten in der Lage, sich «situationsangepasst» zu verhalten, wie es die Buchautoren Henner und Holzmann formulieren. Denn dieses situationsangepasste Verhalten sei es letztlich, das hilft, Unfälle zu vermeiden. Sicherheit beim Skifahren entstehe nämlich nicht durch das Tragen einer bestimmten Ausrüstung, sondern allein durch das Betragen der Menschen, die sich im Schnee tummeln.

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