ABC der Wirkstoffe
Das steckt in Pflegeprodukten
Aminosäure, Zink und Co.: Welche Stoffe in Cremes stecken, was sie bewirken. mehr...
BERLIN Heizungsluft und Kälte machen der Haut ziemlich zu schaffen, sie trocknet aus. Die Folge: Spröde Hände, vorzeitige Falten, und womöglich juckt es auch noch gewaltig. Mit der richtigen Pflege lässt sich das vermeiden. So bleibt die Haut auch im Winter schön geschmeidig.
Dick einmummeln reicht nicht: Im Winter sind auch spezielle Hautpflegeprodukte gefragt. (Foto: dpa)
Wie oft muss man sich eincremen? Cremes sind die Schutzschicht für die Haut. Grimme empfiehlt, Gesicht und Körper ein- bis zweimal täglich einzucremen.
Sollte man Creme für trockene Haut verwenden? Grundsätzlich hilft es, auf Hinweise zu achten, dass die Creme für trockene oder sehr trockene Haut geeignet ist. Sie sollte allerdings nicht viel Feuchtigkeit enthalten, da dies die Verdunstung verstärkt. "Das ist eine physikalische Tatsache - immer wenn Wasser verdunstet, ergibt sich Verdunstungskälte", erklärt Grimme. "Wenn man mit einem feuchtem Lappen übers Gesicht fährt und es wird kühl, ist das Verdunstungskälte. Bei extremen Minusgraden kann das sogar so weit gehen, dass sich eine Eisschicht bildet."
Vorsicht bei Akne! Spezielle Beratung beim Kauf brauchen vor allem Menschen mit Aknehaut. Hier darf die Pflege auch im Winter etwas, jedoch nicht zu fett- oder ölhaltig sein, sagt Monika Ferdinand, Vorsitzende des Bundesverbandes der Deutschen Kosmetiker und Kosmetikerinnen im saarländischen Bexbach.
Extra-Schutz für die Haut beim Skifahren: Extrembedingungen ist die Haut auf der Skipiste, beim Radfahren oder beim Winterspaziergang ausgesetzt. Die Experten raten zu Spezialcremes gegen Kälte oder zu richtigen Fettcremes, gerade für die empfindliche Augenpartie. "Aber man muss sie wieder abmachen, wenn man in warme Räume kommt", betont Ferdinand. "Die Schicht riegelt die Haut hermetisch ab." Sie kann dadurch kaum atmen.
Nicht zu heiß duschen! Wichtig ist auch, richtig zu duschen. Das bedeutet: nicht heiß, auch wenn man das gerade im Winter gerne macht. Denn das strapaziert die Haut zusätzlich, erläutert Elena Helfenbein, Beautyexpertin des VKE-Kosmetikverbandes in Berlin.
Braucht die Haut auch beim Duschen spezielle Pflege? Am besten sollte man im Winter ein Duschöl verwenden, das schon beim Einseifen pflegt und den Schutzmantel der Haut intakt lässt, so der Helfenbeins Tipp. Verzichten sollte man auf normale Seife und auf alle nicht schonenden, waschaktiven Substanzen, sagt Dermatologe Grimme. Sie trocknen die Haut noch stärker aus - und dann juckt und schuppt sie.

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