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Berlin (dpa/tmn) Der Weihnachtsbaum kommt am besten einen Tag vor dem Schmücken ins Zimmer und idealerweise auch nicht lange vorher ins Haus. Das erhöht die Chance, dass er die Feiertage übersteht, ohne zu nadeln.
Ein Weihnachtsbaum im Topf lebt unter günstigen Umständen nach dem Fest weiter. Foto: Gero Breloer/Archiv (Foto: dpa)
Weihnachtsbäume brauchen etwas Zeit, um sich nach dem Aufstellen zu entfalten und ihre Äste wieder in Position zu bringen, erläutert der Bundesverband der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger (BWS) in Wallenhorst bei Osnabrück. Deshalb sollten sie am Abend vor dem Schmücken aufgestellt werden.
Viel früher sollten die Bäume, vor allem jene mit Ballen aber auch nicht ins Warme kommen. Wird er erst einen Tag vor Heiligabend in einen Topf gesetzt, sollte der Ballen ganz in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen, rät Johannes Treiling, Gartenberater beim Verband Wohneigentum in Berlin. Auch die Erde sollte intensiv gewässert werden. Der Baum mit Ballen sollte im Haus möglichst kühl, aber nicht in Zugluft stehen, die Nähe zu Heizungen ist zu meiden - das trocknet den Baum schneller aus.
Für das Aufstellen gibt es einen Trick: Nur am unteren Ende des Baumes werde zunächst ein Stück des Netzes aufgeschnitten. So komme der Baum in den Ständer. Einfach aufstellen lässt sich der Baum mit einem Ständer mit Seilzugtechnik. Es genügt, einen Fußhebel zu betätigen, der den Stamm in mehrere Halteklammern spannt. Die Alternative ist, mühsam Schrauben an den Seiten justieren, um den Stamm geradezustellen. Der Ständer muss den Weihnachtsbaum tatsächlich halten können. Daher sollten Verbraucher beim Kauf auf die Angaben zur maximalen Baumgröße achten, rät der TÜV Rheinland in Köln. Die Hinweise sollten auf der Verpackung oder in der Gebrauchsanweisung des Gerätes stehen.
Der TÜV rät außerdem zu einer praktischen Wasserstandsanzeige im Ständer. So erkenne man leicht, wann der Baum gegossen werden muss. Erst nach dem Aufstellen sollte das Netz vorsichtig von unten nach oben gelöst und ganz abgenommen werden. Gartenberater Trailling rät, den Baum täglich zu gießen und mit Wasser zu besprühen. Nach spätestens zehn Tagen sollte der Baum wieder in den Garten und in den Boden kommen - aber vorher einige Tage bei mittleren Temperaturen, etwa im Hausflur, abhärten.
Aber nicht immer wachse der Baum auch an, sagt der Gartenexperte. Denn Weihnachtsbäume mit Ballen seien in der Regel keine Baumschulware und haben deshalb nicht genügend Faserwurzeln. Auch schade ihnen die warme und trockene Raumluft, oft verliere der Baum seine Nadeln - und wachse später daher schlechter an. Gerade in den ersten zwei bis drei Jahren nach dem Setzen entwickelten viele gepflanzte ehemalige Weihnachtsbäume einen unregelmäßigen Wuchs. Sie verzweigen sich stark und bilden keinen einzigen durchgehenden Stamm aus.
Schon beim Kauf sollte man daher auf die Qualität der Pflanze achten, rät Treiling. Die Größe des Ballens sollte in einem ausgewogenen Verhältnis zur Pflanze stehen, das heißt, er sollte nicht sehr klein sein. Außerdem sollte der Ballen fest sein und viele Faserwurzeln haben.

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