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ERGOLDING Welcher Baum an Weihnachten ins Haus kommt, ist eine Geschmacksfrage. Die überwiegende Mehrheit der Deutschen hat aber den gleichen Geschmack: Die Nordmanntanne soll es sein. Dabei gibt es Alternativen - und sogar Geheimtipps.
Der Lieblingsbaum der Deutschen ist die Nordmanntanne: Schätzungen zufolge hält sie einen Anteil von 80 Prozent an den Weihnachtsbaumverkäufen. (Foto: dpa)
Im Süden ist es der Christbaum. Nördlich des Mains spricht man vornehmlich vom Weihnachtsbaum. Aber das ist auch das einzige, worin sich die Landesteile uneinig sind. Selbst Traditionsmüde wollen an Weihnachten ungern auf einen duftenden, beleuchteten Nadelbaum im Haus verzichten. 24 Millionen Bäume werden jedes Jahr laut Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen verkauft. Und überwiegend sind das Nordmanntannen.
Nordmanntanne ist am beliebtesten
«80 Prozent der Weihnachtsbäume in Deutschland sind Nordmanntannen», sagt Thomas Emslander, Vorsitzender der Bayerischen Christbaumerzeuger aus Ergolding. «In den 50er und 60er Jahren war es zu nahezu 100 Prozent die Fichte, in den 70ern hat die Blaufichte den Markt streitig gemacht.»
Ihre Nadeln sind weich und schimmern bläulich. Sie hält sich lange und hat einen schmaleren Wuchs als die Nordmanntanne - und ist damit genau das, was viele sich wünschen: «70 Prozent der Menschen wollen einen schmalen, hohen Baum», schätzt Emslander. Und sie duftet - angenehm zitronig.
Nobilistanne ist gute Alternative
Eine weitere Alternative ist die Nobilistanne (Abies procera). Ihre Nadeln sind silbrig-blau und duften intensiv, so der Bundesverband der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger in Deutschland (BWS). Die Rotfichte (Picea abies) ist günstig. Allerdings stechen ihre dunkelgrünen Nadeln leicht.
Die Zuckerhutfichte (Picea glauca var. albertiana 'Conica') ist ein kleiner Baum für ein Tischchen in einer Zimmerecke oder für den Hauseingang. Die Zwergform wächst kegelförmig - also wie ein Zuckerhut - und wird mit Ballen direkt aus dem Garten ins Haus geholt, erläutert Robert Markley, Geschäftsführer des Verbandes der Gartenbaumschulen in Haan in Nordrhein-Westfalen. Er selbst grabe seinen Baum jedes Jahr wieder aufs Neue aus. «Das ist der perfekte mobile Weihnachtsbaum.»
Zuckerhutfichte rechtzeitig aus dem Boden holen
Um diesen Baum muss man sich schon wesentlich früher kümmern als um einen geschnittenen. «Er muss rechtzeitig aus dem Boden geholt werden, bevor dieser friert», sagt Markley. Ein etwa 60 Zentimeter hohes Bäumchen komme in einen Eimer mit einem Volumen von fünf Litern. Dann bleibe es zunächst im Freien stehen. «Der Baum sollte maximal fünf Tage ins Warme kommen», rät Markley. Anschließend kommt er samt Topf zurück ins Freie, sonst treibe er aus. Ausgesetzt wird er wieder, wenn der Boden offen ist.
Zu kaufen gibt es die geschnittenen Bäume meist ab dem Nikolaustag. «Das ist viel zu früh», sagt Emslander. «Aber auch nicht bis zum Schluss warten. Wird der Baum erst spät geschnitten, ist er auch nicht länger haltbar.» Er rät zum Kauf zwischen dem 10. und 20. Dezember.
18 bis 22 Euro pro Meter Nordmanntanne
Die Preise für den Lieblingsbaum der Deutschen werden sich auf Vorjahresniveau halten: 18 bis 22 Euro werde der laufende Meter Nordmanntanne kosten, prognostiziert Bernhard Rüb von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in Bonn. Die Blaufichte 10 bis 12 Euro und die Rotfichte 7 bis 12 Euro.
So hält der Baum länger: Zucker, Blumenfrisch oder sonstige Hausmittel brauchen Weihnachtsbäume nicht. Laut Experten sollte der Baum im Ständer nur Leitungswasser bekommen und zwischen dem 10. und 20. Dezember gekauft werden. Bevor er nach drinnen kommt, an einem schattigen Standort im Freien zwischenlagern, ein bis zwei Tage vorm Aufstellen dann das Transportnetz abmachen. Anschließend etwa ein Zentimeter Holz am Stammende absägen. Der Baum sollte möglichst weit weg von der Heizung stehen und braucht täglich frisches Wasser.

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