Hausmittel
Weg mit dem Fleck!
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DESSAU Wer seine Hausapotheke entrümpelt, hält schnell eine ansehnliche Menge abgelaufener oder nicht mehr gebrauchter Medikamente in den Händen. Doch wohin damit? Experten raten: entweder in den Hausmüll werfen oder zurück in die Apotheke bringen.
Wer sichergehen will, dass alte Medikamente rückstandslos verbrannt werden, bringt sie am besten zur Schadstoffsammelstelle der örtlichen Müllabfuhr. (Foto: dpa)
Es scheint ganz simpel: den restlichen Hustensaft in den Ausguss kippen und die abgelaufenen Kopfschmerztabletten einzeln die Toilette runterspülen - schon sind unbrauchbare oder überflüssige Medikamente entsorgt. Doch so einfach ist es nicht.
Wer Arzneimittel auf diese Weise beseitigt, belastet damit die Umwelt. Besser ist es, sich auf den Weg zur Schadstoffsammelstelle zu machen oder alte Medikamente wenigstens unkenntlich unter den Hausmüll zu mischen.
Arzneien dürfen nicht ins Abwasser gelangen
Restbestände von Arzneistoffen gelangen vor allem durch menschliche Ausscheidungen über das Abwasser in die Natur. Das sei momentan unvermeidbar, sagt Claudia Thierbach, Fachgebietsleiterin Arzneimittel im Umweltbundesamt (UBA) in Dessau.
"Aber auf keinen Fall sollte man Arzneimittel über die Toilette oder den Ausguss entsorgen." Denn auf diese Weise gelangten zusätzlich Arzneimittel in die Umwelt. Und Kläranlagen können nicht alle im Abwasser enthaltenen Substanzen zurückhalten.
Umfrage: 43 Prozent schütten Medikamente weg
Eine Umfrage des Instituts für sozial-ökologische Forschung ( in Frankfurt ergab vor einigen Jahren, dass 43 Prozent der Bundesbürger immer mal wieder flüssige Medikamente einfach wegschütten. Immerhin 16 Prozent werfen Tabletten in die Toilette.

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