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Hamburg (dpa) Für die Jugend ist klar, dass sich die Gesellschaft ändern muss, damit unser Planet lebenswert bleibt. Dies folgert die Umweltorganisation Greenpeace aus dem «Nachhaltigkeitsbarometer - was bewegt die Jugend?».
Junge Klimabotschafter: Das Thema Nachhaltigkeit ist jungen Leuten nicht egal. Foto: Friso Gentsch/Archiv (Foto: dpa)
Das Thema Nachhaltigkeit spielt für die jüngere Generation eine bedeutende Rolle. Zwei Drittel der jungen Menschen zwischen 15 und 24 Jahren haben einer repräsentativen Studie der Leuphana Universität Lüneburg zufolge ein starkes Bewusstsein für Umweltprobleme und Nachhaltigkeitsfragen. Zu diesem Ergebnis kommt das «Nachhaltigkeitsbarometer - was bewegt die Jugend?», das die Umweltorganisation Greenpeace in Hamburg vorgestellt hat. «Die junge Generation ist besser als ihr Ruf», sagte der Lüneburger Wissenschaftler Gerd Michelsen.
Allerdings: In den Bereichen, in denen aktives Mitmachen nötig wäre, hält sich das Engagement in Grenzen. Zwar gaben mehr als 70 Prozent der Befragten an, zu Hause Energie zu sparen und Müll zu vermeiden. Doch nur etwa jeder Vierte nahm schon mal an einer Demonstration teil, nur jeder Fünfzehnte engagierte sich in einer Bürgerinitiative. Mit Blick auf jene 22,5 Prozent, die die Perspektive der Nachhaltigkeit ausdrücklich ablehnten, räumte Michelsen ein: «Wir sind bei weitem noch nicht da, wo wir eigentlich sein müssten.»
Der Professor für Umwelt- und Nachhaltigkeitskommunikation forderte, dass in Schulen das Bewusstsein für eine nachhaltige Entwicklung stärker geweckt werden müsse. Die bundesweite Erhebung unter 1071 jungen Menschen zeige, dass diejenigen, die das Thema Nachhaltigkeit in der Schule behandelt hatten, politisch engagierter seien als ihre Altersgenossen. Mit Blick auf die Fortschritte in den vergangenen Jahren sagte der Greenpeace-Bildungsexperte Dietmar Kress: «Wenn ein Schüler vor 15 Jahren etwas für die Umwelt getan hat, war er ein Öko-Fuzzi. Das ist heute nicht mehr so.»

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