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Berlin (dpa-infocom) Ob stattliche Nordmanntanne oder eingenetzte Krücke: Alle paar hundert Meter können Käufer einen Weihnachtsbaum erwerben. Wer auf die Herkunft und Aufzucht des Baumes achtet, kann der Umwelt etwas Gutes tun.
Weihnachtsbäume sind längst Massenware, die meist nicht aus dem Wald, sondern von Plantagen kommt. Wer auf die Herkunft achtet, kann das Fest etwas umweltschonender begehen. Foto: Alexander Rüsche (Foto: dpa)
26 Millionen Weihnachtsbäume werden nach Schätzungen der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) auch in diesem Jahr die deutschen Wohnzimmer schmücken. Dort stehen sie, bis die Weihnachtsstimmung endgültig verflogen ist oder der Baum zu sehr nadelt - dann werden sie entsorgt.
Die kurze Nutzung der abgeholzten Pflanze bereitet manchem Käufer ein schlechtes Gewissen. Aber auch der Transport der schieren Holzmengen ist ein Umweltfaktor. Rund 70 Prozent der Weihnachtsbäume kommen laut SDW aus Deutschland, zumeist Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein oder Niedersachsen. Der Rest wird aus Dänemark angeliefert. Ein Teil der in Deutschland angebauten Bäume wird auch exportiert. Ziele sind nach Angaben des Hauptverbandes der Deutschen Holzindustrie neben eher waldarmen Ländern wie den Niederlanden auch zunehmend Touristenzentren wie Dubai, wo gerade Weihnachts-Urlauber aus Europa und den USA nicht auf das gewohnte Grün verzichten wollen.
Bio-Weihnachtsbäume, die nicht mit Pflanzenschutzmitteln behandelt wurden, gewinnen nach Worten der Holzverbands-Sprecherin Ursula Geismann weiter an Bedeutung, weil die Verbraucher sensibler für das Thema geworden seien. Wer die Umwelt schonen will, sollte beim Kauf daher auf das Herkunftssiegel achten, empfiehlt die SDW. Diese Siegel garantieren, dass der Baum aus der nahen Umgebung stammt und somit keinen langen Transport mit hohem Schadstoffausstoß hinter sich hat.
Auch eine Nachfrage nach der Art der Produktion sei sinnvoll und fördere die umweltfreundliche Weihnachtsbaumplantage. So pflegten ökologisch orientierte Christbaum-Anbauer ihre Kulturen per Hand oder durch Schafbeweidung und verzichteten auf Unkrautvernichtungsmittel, so der Waldschützer-Verband.
Auch der Kauf eines Baumes im Topf kann eine gute Idee sein, wenn die Möglichkeit besteht, ihn nach dem Fest im Garten einzupflanzen. Doch auch hier entscheidet die richtige Herkunft darüber, ob das Pflanzen gelingt: Werden die Tannen zu eng an den Wurzelballen aus der Erde gestochen, haben sie kaum eine Überlebenschance. Hier empfiehlt sich der Kauf in einer Baumschule, welche die Pflanzen großflächiger ausstechen oder bereits im Topf angepflanzt haben. Auch den Wechsel vom warmen Zimmer in die Kälte vertragen die Pflanzen oft schlecht. Bäume, die noch eine Weile auf dem Balkon stehen sollen, brauchen einen windgeschützten Platz und einen guten Frostschutz um den Topf, um nicht zu erfrieren.

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