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Berlin (dpa/tmn) Die Energiewende macht sich im kommenden Jahr erstmals deutlich bemerkbar. Die Stromversorger erhöhen die Preise auf breiter Front. Der Verbraucher muss deutlich tiefer in die Tasche greifen.
Auf die deutschen Verbraucher rollen 2013 zum Teil massive Erhöhungen von Strompreisen zu. Foto: Julian Stratenschulte (Foto: dpa)
Verbraucher in Deutschland müssen im Jahr 2013 fast flächendeckend mehr Geld für Strom bezahlen. Neun von zehn Grundversorgern erhöhen zu Jahresbeginn die Preise und verlangen bis zu 20,2 Prozent mehr von ihren Kunden, wie eine aktuelle Untersuchung des Vergleichsportals Toptarif aus Berlin ergab. Betroffen seien rund 30 Millionen Haushalte. Ein vierköpfiger Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden müsse im Schnitt 12 Prozent oder 125 Euro zusätzlich pro Jahr zahlen. In der Spitze seien es sogar bis zu 209 Prozent.
Neben großen Versorgern erhöhen dem Portal zufolge auch kleine Stadt- und Gemeindewerke ihre Preise. Gründe seien die deutlich steigende Umlage auf den Strompreis im Zuge der Energiewende und höhere Netzentgelte für die Durchleitung des Stroms zum Verbraucher.
Auch mehr als 2,5 Millionen Haushalte mit Gasanschluss müssen 2013 mehr zahlen. Bei einem Verbrauch von 20 000 Kilowattstunden pro Jahr wird es laut dem Portal bei mindestens 117 Versorgern durchschnittlich 6,5 Prozent beziehungsweise 93 Euro teurer. Zugleich senken allerdings 20 Gasversorger die Preise und verlangen 5,7 Prozent beziehungsweise 91 Euro weniger. Ein Grund für die unterschiedliche Preisentwicklung seien die verschiedenen Strategien der Versorger bei der Beschaffung von Erdgas.

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