Medienhaus Lensing
27.12.2012 09:23 Uhr
Schriftgröße: A A A

Eigenschaften deuten: Was die Rasse über den Hund verrät

DORTMUND Der Chihuahua gilt als sensible Frostbeule, ein Labrador kann zum Vielfraß mutieren. Und mit dem Border Collie ist nicht immer gut Kirschen essen, wenn er sich provoziert fühlt. Genau wie wir Menschen haben Hunde ganz bestimmte Eigenheiten - und die hängen von der Rasse ab.dpa

«
1/1
»

Jede Rasse hat ihre Eigenheiten - das sollte man sich klarmachen, bevor man sich einen Hund anschafft.  (Foto: dpa)

Hunde sind so individuell wie Menschen. Doch es gibt Eigenschaften, die bei einigen Rassen häufiger vorkommen als bei anderen. Manche Dinge hätten Halter gerne vor dem Kauf gewusst - vor allem, wenn es um Sabbern, Bellen oder nervöses Getrippel geht.

Fotostrecke Was die Rasse über den Hund aussagt



Ein gutmütiger Hund soll es sein. Dazu noch friedlich und pflegeleicht. Zweimal am Tag rausgehen und Stöckchen werfen, dann ist er glücklich. Diesem Fehlschluss unterliegen viele, die sich einen Hund zulegen wollen. Die Erkenntnis ist dann oft bitter: Der vermeintlich freundliche Hund hat seine Macken. Er sabbert, bellt bei jedem Spaziergänger oder bedient sich am Tisch.
Deshalb ist es für unerfahrene Besitzer hilfreich, ein paar der Eigenheiten vorher zu kennen.

Die Sabberschnute: Der Hund dreht nur einmal kurz den Kopf - und prompt kleben zähe Sabberfäden am Hosenbein von Herrchen. «Das passiert bei Hunden mit großen Lefzen», sagt Udo Kopernik vom Verband für das deutsche Hundewesen (VDH) in Dortmund. Denn je größer die Oberfläche an Schleimhaut sei, desto mehr Speichel werde produziert. Hunderassen mit großen Lefzen seien beispielsweise die Dogge, der Irish Setter, der Mops oder der Rottweiler.

Der Hysterische: Einige Hunde haben eine niedrigere Reiz- und Frustrationsschwelle als andere. Das sind vor allem Rassen, die als Sport- und Arbeitshunde gezüchtet wurden wie der Border Collie, Malinois oder Jagdhunde wie der Weimaraner. «Diese Hunde sind nicht für Anfänger gedacht», sagt Hundetrainerin Juliane Lange. Sie müssten ständig beschäftigt und gefordert werden. «Sonst kippt die Freude am Arbeiten schnell in Aggression um.»

Der Vielfraß: Dass Hunde grundsätzlich immer Appetit haben, ist natürlich. «Ein Stück Wolf steckt in jedem Hund. Der rüsselt alles weg, was er kriegt», sagt Lange. Bei einigen Gebrauchshunden wie Labrador und Golden Retriever sei dieser Trieb aber stärker ausgeprägt als bei anderen. Je intelligenter der Hund ist, desto erfinderischer macht er sich auf die Suche nach Braten und Kuchen.

Der Empfindliche: Draußen ist es nass, kalt und grau - und der Vierbeiner setzt keine Pfote vor die Tür. Viele Hundebesitzer sind davon überzeugt, dass ihr Tier bei schlechtem Wetter nicht raus will. Tatsächlich spürt der Hund aber den Widerwillen seines Besitzers - und passt sich entsprechend an: «Der Mensch guckt bedröppelt, und der Hund merkt das», sagt Juliane Lange. Je mehr Aufhebens um das Wetter gemacht wird, umso verhaltener zeigt sich der Hund.

Grundsätzlich seien Hunde aber unempfindlich gegen Kälte und Nässe. «Er kann ja nicht vorausdenken wie der Mensch. Das Tier überlegt nicht, wie nass es nach drei Straßenblöcken ist», sagt Kopernik. Es gebe allerdings einige Rassen mit nur wenig Unterwolle, die leichter anfingen zu frösteln: Dazu zählten der Chihuahua, der Rhodesian Ridgeback oder das Italienische Windspiel. Ihnen kann bei schneidender Kälte oder einem Graupelschauer ein Pulli helfen.

Der Verwöhnte: Die sogenannten Gesellschafts- und Begleithunde wurden vor allem auf niedliches Aussehen gezüchtet, erläutert Ariane Ullrich vom BHV. Dazu gehören der Mops, der Shih Tzu, der Pekinese, die Französische Bulldogge und der Papillon. «Diese Rassen sind vorwiegend klein, um überall dabei sein zu können», sagt Ullrich. Das Herumtragen in der Tasche sei vor allem eine Modeerscheinung, befeuert von Prominenten wie Paris Hilton, ergänzt Kopernik vom VDH. «Es schränkt die Tiere aber in ihrer Bewegungsfreiheit ein.»

 
Tierärztin im Video

Schlaue Tipps und Tricks für Hundebesitzer

Muss ich meinem Hund die Krallen schneiden? Wie gewöhne ich den Welpen ans Alleinsein? Darf ich mich erweichen lassen, wenn er mal wieder um Leckerli bettelt? Diese Video-Tipps machen das Leben mit dem Vierbeiner leichter - und schöner. mehr...

Meistgelesen | Tier & Natur
1

Herrchens gereizte Stimme kann den Hund verschrecken

Ist der Hund nicht mehr aus dem Wasser zu locken, hat ihn vielleicht Herrchens Stimme verängstigt. Foto: Ingo Wagner

München (dpa/tmn) Hunde stellen sich beim Gassigehen gerne mal taub. Statt zurück zum Herrchen zu laufen, jagen sie lieber dem Hasen nach oder spielen mit einem Artgenossen. Das kann an der Stimme des Besitzers liegen. mehr...

2

Im Urlaub besser auf Attraktionen mit Tieren verzichten

Der Einsatz an Urlaubsorten kann Tiere zu sehr belasten. Foto: Khaled Elfiqi

Berlin (dpa/tmn) An vielen Urlaubsorten werden Tiere als Attraktionen eingesetzt. Zu den typischen Angeboten zählen etwa das Elefantenreiten in Thailand, Kamelreiten in Ägypten oder Eselreiten in der Türkei. Doch oft leiden die Tiere unter diesen Einsätzen. mehr...

3

Ohne Netz geht nichts - Balkonien für die Katze

Sichern Katzenbesitzer ihren Balkon mit einem Netz ab, sollten die Maschen nicht größer als fünf Zentimeter sein. Foto: Monique Wüstenhagen

Tübingen (dpa/tmn) Wer nur die eigenen vier Wände sieht, dem fällt die Decke auf den Kopf. Was für Menschen gilt, gilt auch für Wohnungskatzen: Sie haben einen Drang nach draußen. Den können Besitzer befriedigen, indem sie der Katze einen Platz auf dem Balkon einrichten. mehr...

Verletzungen durch Knochen

4

Hunden nichts vom Grillfleisch abgeben

Nichts für Hunde: Grillfleisch kann für die Vierbeiner gefährlich sein. Foto: David Ebener

Berlin Da tropft der Zahn! Wenn Hunde bei einer Grillrunde dabei sind, läuft ihnen das Wasser im Mund zusammen. Doch Haltern sei gesagt: Das leckere Steak auf dem Grill ist nichts für den Hundemagen. Im schlimmsten Fall endet der Grill-Nachmittag beim Tierarzt. mehr...

5

Körnerfutter allein reicht Vögeln nicht

In freier Wildbahn fressen Vögel ganz unterschiedliche Dinge. Bei Tieren in Käfighaltung sollte man versuchen, diese Vielfalt zu imitieren. Foto: Ronald Wittek

Bramsche (dpa/tmn) Abwechslungsreiche Kost - das haben auch Vögel in Käfighaltung gern. Deswegen sollte man ihnen neben Trockenfutter auch frische Nahrung zukommen lassen. mehr...

Tipps für Tierfreunde
Abstand halten: Wenn Hunde ihre Lefzen zurückziehen und bellen, sollte man sie besser nicht reizen. Denn dann sind die Tiere auf Konfrontation aus.

Tierisches Verhalten

Wie Haustiere ihre Gefühle ausdrücken

Zähnefletschen, Schnurren, Lecken: So weiß man, was der Vierbeiner sagen will.  mehr...

Jede Rasse hat ihre Eigenheiten - das sollte man sich klarmachen, bevor man sich einen Hund anschafft.

Eigenschaften deuten

Was die Rasse über den Hund verrät

Sabberschnute, Vielfraß, Sensibelchen: Welche Hunde haben welche Eigenschaften?  mehr...

Der Garten eignet sich als Spielwiese für Hunde - wenn die Tiere ein paar Regeln gelernt haben.

Erziehung von Katze und Hund

Klare Regeln im Garten schaffen

Das Beet umpflügen, ein Häufchen in den Rabatten hinterlassen. Schluss damit!  mehr...

Das ist Winni, ein Beagle! Hätten Sie's gewusst? Mehr als 2.800 Hunde sind schon bei unserem Foto-Wettbewerb im Rennen. Wir suchen die "schönste Schnauze 2012"!

Hunde-Quiz

Kennen Sie alle Rassen?

Der eine hat wirbelnde Löckchen, der nächste spitze Ohren. Welche Rasse ist das?  mehr...

Top-Links
Kontakt | Impressum | AGB | Nutzungsbasierte Onlinewerbung | Datenschutz

Weitere Angebote aus dem Medienhaus Lensing:
RuhrNachrichten.de | MuensterscheZeitung.de | DorstenerZeitung.de | HalternerZeitung.de | GrevenerZeitung.de | MünsterlandZeitung.de
Heja-BVB.de | Nahraum.de | Immomia