Erster Abschnitt eröffnet: Alte Springroumtrasse wird zum Radweg
BOCHUM 2,3 Kilometer lang, sauber asphaltiert, mit durchgehender Beleuchtung. Vor einem Jahr lagen hier noch Schienen, wucherte Gestrüpp über die alten Gütergleise. Am Mittwoch wurde der erste Abschnitt des Springorum-Radwegs offiziell eröffnet.
Die Räder rollen wieder - auf dem ersten Abschnitt des Springorumradwegs. Helmut Lingemann (72) ist trotz Regenwetter mit seinen Enkeln Jonas und Simon (vorne) unterwegs. (Foto: Benedikt Reichel)
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Fertigstellung bis 2016
Bis zur Ruhr wird er nicht kommen. Nicht über diesen Radweg. Der führt vorerst lediglich von der Goerdtstraße bis zum Waldring. Drei weitere Bauabschnitte sind erforderlich, damit die Route ab 2016 bis Dahlhausen zum Ruhrtalradweg führt. Sieben Millionen Euro braucht der Regionalverband Ruhr (RVR) für dieses Projekt noch. 1,7 Millionen Euro wurden in die ersten 2,3 Kilometer investiert – zu 75 Prozent gefördert vom Land.
"Wir hoffen, dass wir noch in diesem Jahr den Förderbescheid für den zweiten Bauabschnitt bekommen und im Frühjahr anfangen können“, sagt Ulrich Carow, Bereichsleiter beim RVR. Dieser führt – der alten Bahntrasse folgend – bis zur Franziskusstraße in der Nähe des Schlossparks Weitmar.
Brücken und Tunnel
„Das Aufwendigste ist die Sanierung der Brücken“, sagt Carow. „Die haben zwar den Charme, dass es kaum Kreuzungen auf dem Radweg gibt, sie sind aber auch ein Kostenfaktor.“ Probleme gibt es zudem noch im Bauabschnitt Nummer drei an der Hattinger Straße. Hier steht eine aufwendige Tunnelsanierung an, „und wir wissen derzeit noch nicht, wie wir das hinbekommen“, sagt Carow. Dieser Abschnitt ist jedoch erst für das Jahr 2015 geplant.
Der gestern eröffnete erste Teil des Radwegs kommt vor allem Jugendlichen im Norden und Westen von Altenbochum zugute. Er führt direkt am Neuen Gymnasium und der Hans-Böckler-Realschule vorbei. „Die Schüler mussten sonst auf den Hauptstraßen fahren“, so Stadtbaurat Ernst Kratzsch. Das sei jetzt vorbei.
Lob für Alltagstauglichkeit
Mit dem Springorum-Radweg, der Erzbahntrasse und dem Rheinischen Esel sei das Potenzial alter Bahnstrecken in Bochum erschöpft, sagt Ulrich Carow. „Wir wollen den Wohn- und Freizeitwert der Stadt erhöhen“, sagt Roland Mitschke (CDU). „Dazu gehört auch dieser Radweg.“ Er lobt die Alltagstauglichkeit der Strecke als Verbindung in die Innenstadt und schwingt sich mit den anderen aufs Rad – mitten durch den Regen.

























