Lieferservice: Erste "Cocktail Safari" in Bochum
BOCHUM In Bochums Szeneviertel Ehrenfeld beleuchten neuerdings zwei Zebras einen Stück der Oskar-Hoffmann-Straße. Riesengroß und aufeinander zugerichtet werben sie für etwas ganz neues in Bochum: "Cocktail Safari" ist der erste mobile Lieferservice für die süßen Mixgetränke.
Ruben Grote und Sebastian Brauer haben den ersten mobilen Cocktailservice in Bochum gegründet. (Foto: Laura Waßermann)
- Unwetter-Alarm Heftiges Unwetter über Bochum - 50 Feuerwehr-Einsätze
- Unwetter-Alarm Schicken Sie uns Ihre Eindrücke!
- Geier neuer Geschäftsführer Keine Gehaltskürzungen bei Novero
- Podiumsdiskussion zur "Diversity" Bochumer diskutieren für Gleichberechtigung
- Bastians offiziell zuhause Goretzka verklagt den VfL
Und das Preisleistungsverhältnis stimmt. Der berühmte Mai Tai mit Zutaten wie braunem Rum, Apricot Brandy, Mandelsirup und verschiedenen Säften kostet in kleiner Größe 7 Euro. Brauer: „Wir machen Cocktails und keinen Punch.“ Sebastian Brauer und Ruben Grote kommen aus Langendreer, kennen sich seit dem Kindergarten. Sie sind ein eingespieltes Team und das merkt man: „Ich bin eher für die Sahnigen zuständig und Ruben für die Frischen und Fruchtigen“, äußert sich Brauer und lacht. Auch Grote lacht. Er steht in der Küche und mixt gerade eine Bestellung.
Bisher keine Ausschanklizenz
Dabei war die ursprüngliche Idee eine ganz andere: „Anfangs wollten wir in unseren Autos direkt vor Ort mischen“, so Brauer. Ihr Treffpunkt wäre dann eine Garage geworden. „Wir haben schnell gemerkt: Wir brauchen ein Ladenlokal.“ Einen Raum zum Gästeempfangen und Abhängen; der Laden an der Oskar-Hoffmann-Straße 7 ist nahezu perfekt für ausgedehnte Cocktailabende.
Da gibt es allerdings ein Problem: Das Ordnungsamt gewährt Grote und Brauer keine Ausschanklizenz – bisher. „Es scheitert momentan an den Parkplätzen. Zwei brauchen wir. Jeweils einer kostet 2000 Euro“, betont Grote. Die Anträge seien gestellt, die Verhandlungen mit den Ämtern laufen. Grote: „Spätestens im Sommer will ich hier ausschenken können.“
Silvester-Special
Dies sei vor allem für den Außenbetrieb von hoher Wichtigkeit. Bis dahin müssen Gäste und Spaziergänger jedoch nicht auf einen Cocktail zwischendurch verzichten: To-Go, also zum Mitnehmen, gibt es jeden der 30 Drinks, in den Größen 0,4 Liter und 0,7 Liter für besonders Durstige.
„Zurzeit bekommen wir sogar unter der Woche ständig Anfragen.“ Viele Bochumer sind also schon Fans der „Cocktail Safari“. Um noch mehr Kunden anzulocken, haben sich die beiden für Silvester etwas einfallen lassen: „Wir bieten Cocktails-To-Go für die Leute an – vorm Feiern und für Mitternacht“, erzählt Ruben Grote. Gemeint sind natürlich alle, die in Ehrenfeld ins neue Jahr knallen, vor allem aber die, die im Schauspielhaus feiern. Jeder sollte also ein Auge auf die leuchtenden Zebras haben, vielleicht spendieren sie ja einen Cocktail.
Das Auslieferungssystem der „Cocktail Safari“ funktioniert aufgrund der kühlen Temperaturen derzeit noch mit normalen Kühlboxen. Im Sommer sind jedoch sogenannte Kompressor-Kühlboxen notwendig. Diese arbeiten elektrisch und können die Cocktails auf Minus fünf Grad herunter kühlen.
Eine andere Variante ist, die Drinks vor Ort zu mischen. Dafür müssen Ruben Grote und Sebastian Brauer ihre Fahrzeuge entweder funktionstüchtig umbauen oder spezielle Lieferwagen kaufen.


















