Klimaschutzpreis 2010: Heribert Rasch liefert Klaviere mit dem Fahrrad aus
BOCHUM Vier heimische Unternehmen und eine Kirchengemeinde hat die Stadt am Donnerstag mit dem Klimaschutzpreis ausgezeichnet. Zu den Preisträgern zählt der Klavierhändler Heribert Rasch, der die wuchtigen Instrumente völlig CO2-neutral ausliefert – mit dem Fahrrad.
Artikel aus diesem Ressort
Neben einer Urkunde gab es für die Preisträger Bares, je nach Platzierung von 500 bis 3000 Euro. Ein Signal dafür, „dass sich umweltbewusstes Denken und Handeln in unserer Stadt bezahlt macht“, sagte Scholz. Die Gewinne sollen überdies weitere Bochumer motivieren, sich an den nächsten Wettbewerbsrunden zu beteiligen.
Die Preisträger im Überblick
Hier die Platzierten der aktuellen Runde im Überblick – um es spannend zu machen, in umgekehrter Reihenfolge:
5. Mit der fraglos kuriosesten Klimaschutzidee sicherte sich Klavierhändler Heribert Rasch Platz fünf: Der 53-Jährige liefert die häufig weit über 200 Kilogramm schweren Instrumente per Fahrrad an seine Kunden aus. Eine Spezialanfertigung mit drei Rädern und besonders robustem Pedalantrieb. Einzige Bedingung für Raschs völlig CO2-neutrales Transportkonzept: „Das Wetter muss passen. Es darf weder regnen, noch zu kalt oder zu warm sein.“
Für die weiteste Auslieferung benötigte er eine Stunde – zu einem sechs Kilometer entfernten Kunden. Rasch: „Man muss eben vorsichtig fahren.“
Solaranlage auf dem Hannibal-Center
4. Die hoch moderne Solaranlage von Markus Langer und Rolf Passloer liefert allein durch die Kraft der Sonne jede Menge Strom für das Hannibal-Center. Die beiden Unternehmer installierten 10 000 Fotozellen auf den 21 000 Quadratmetern Dachfläche des Einkaufszentrums.
3. Biohaus-Chef Peter Lyding überzeugte die Jury mit einem Beitrag zur Förderung der Elektromobilität. Lyding betreibt eine Ökostrom-Tankstelle.
Umweltschutz auch Glaubensfrage
2. Umweltschutz ist auch eine Glaubensfrage: Prof. Wulf Jaedicke und seine Frau Katharina übertrugen ihre häuslichen Energiesparmaßnahmen auf die Hiltroper Kirchengemeinde. Und siehe da: Es konnte zehn Prozent an Strom eingespart werden. Das Heizverhalten wurde sogar um 20 Prozent verbessert.
1. Platz eins ging an Heizungstechniker Johann Philipps: Er optimierte die Fahrzeiten seiner Autoflotte und verminderte dadurch den Spritverbrauch. Sage und schreibe 40 Tonnen CO2 spart er jährlich ein.




















