Neues Gymnasium: Niederländische Firma spannt lichtdurchlässiges Dach
BOCHUM Das Neue Gymnasium in Bochum will am 17. Februar Richtfest feiern. Jetzt hat der Schul-Neubau ein Dach bekommen. Ein Dach aus Folie.
Die Luftkissen auf dem Dach das neuen Gymnasiums muten futuristisch an. (Foto: Benedikt Reichel)
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Fotostrecke Dacharbeiten am Neuen Gymnasium
Bei eisiger Kälte baumeln die holländischen Arbeiter in den Seilen und montierten die Ethylen-Tetrafluorethylen-Teile. Extrem leichte Kunststofffolien, die das Dach des Neuen Gymnasiums bilden. „Bis zum Ende der Woche wollen wir fertig sein“, sagt einer der Arbeiter und reibt sich die Hände warm.Arbeiten gehen voran
Trotz des nun doch heftigen Wintereinbruchs mit Tiefsttemperaturen gehen die Arbeiten am Schulneubau voran. Noch Ende des vergangenen Jahres hatte Projektleiter Hans-Erich Becker-Faoro gehofft, dass es nicht so kalt wird – sonst drohe der Bau zum Stillstand zu kommen. Am Montag sagt er: „Wir hatten Glück, dass wir die vorbereitenden Arbeiten vor dem Kälteeinbruch fertig hatten. Und dass die Bauleute aus dem Nachbarland bereit sind, trotz der Kälte aufs Dach zu steigen.“ Der Plan lautet: Am 17. Februar soll das Richtfest gefeiert werden – mit Foliendach.
Sie bieten ein imposantes Bild, diese Luftkissen, die sich wie eine Membran über das Atrium des Neuen Gymnasiums spannen. Die Kunststoff-Konstruktionen sind inzwischen ein sehr beliebtes architektonisches Mittel. Die Allianz-Arena, das Stadion des bayerischen Fußballvereins, der meinte den VfL im Pokal rauszuschmeißen, ist mit einer solchen Membran umspannt.
Internationale Bauten
Das nationale Schwimmzentrum in Peking, bei den Olympischen Spielen ein Hingucker, ebenfalls. Große Tropenhäuser werden so abgedichtet. Denn Ethylen-Tetrafluorethylen-Verbindungen in extrem lichtdurchlässig – auch für UV-Licht. Im Atrium des Neuen Gymnasiums kann man als anders als hinter Fensterglas im Sommer sogar braun werden. Jetzt beschäftigen Becker-Faoro aber die Minusgrade. Denn trotz Dach ist das Gebäude noch nicht komplett abgedichtet.
Zwar laufen Elektroarbeiten auch bei Frost weiter. „Aber es geht nicht so schnell“, sagt Becker-Faoro. „Wenn wir noch wochenlang diese Minusgrad haben, bekommen wir ein Problem. Aber davon gehe jetzt mal nicht aus.“ Denn spätestens in einem halben Jahr soll der Bau fertig sein.





























