RN-Teamshooting: "Es muss ja gut aussehen"
LANGENDREER Die Haare sitzen, das "Kleid" ist zurechtgemacht, die Zähne blitzen. Der Fotograf gibt letzte Anweisungen, dann heißt es: "21, 22, 23, Köpfe hoch!" Wir befinden uns nicht am Set einer Model-Agentur. Es geht um - man glaubt es kaum - Fußball.
Fotograf Jens Lukas war für die Porträts zuständig. Hier war offenbar alles in Ordnung - deshalb Daumen hoch. (Foto: Füten)
Das Teamshooting der Ruhr Nachrichten lockte knapp 80 Mannschaften des Fußball-Kreises Bochum ins Autohaus Tiemeyer nach Langendreer - und alle hatten sich schick gemacht. Bereits zum dritten Mal veranstaltete Organisator Michael Jasmund das professionelle Fotoshooting, die Ruhr Nachrichten waren mittendrin statt nur dabei.
Ein echtes Event
Torsten Sterna sowie die RN-Fotografen Heinz-Werner Sure und Jens Lukas gaben den Ton an - Fußballer von der Kreisliga C bis zur Westfalenliga tanzten nach ihrer Pfeife. Zu einem echten Event hat sich das RN-Teamshooting mittlerweile entwickelt. Kein Wunder: "Wo sonst bekommt man so gute Mannschafts- und Einzelfotos?" fragt Hans Bruch, Trainer des TuS Heven stellvertretend für alle Teilnehmer. Die Vereine haben längst gemerkt: Hier gibt es nur Gewinner. Und das liegt nicht an dem gesponserten Kasten Bier und einem Lederball für jede anwesende Mannschaft.
"Für uns ist das mittlerweile ein Pflichtprogramm", sagt Semin Salkanovic vom ambitionierten Landesligisten TuS Stockum. Jedes Mal waren die Stockumer mit von der Partie, auch bei der Premiere auf dem Vereinsgelände der PSVg Bochum. Von neuen Sponsoren unterstützt, sorgte Veranstalter Michael Jasmund für noch professionellere Rahmenbedingungen. "Es gibt hier und da immer einige Dinge, die man anders machen kann. Aber wir sind grundsätzlich zufrieden mit dem Ablauf", so Jasmund, der eine ähnliche Veranstaltung auch in Münster und Dortmund organisiert. "Schade war nur der Regen eineinhalb Stunden vor dem Ende, aber dafür hatten wir ja die richtige Location ausgewählt. Zumindest die Fotos im Autohaus Tiemeyer hat das Wetter nicht beeinflusst", so Jasmund weiter. Zwei "Sets" hatten er und seine Mitstreiter aufgebaut. Eines für das Teamshooting, eines für die Einzelporträts mit Ruhr Nachrichten-Logo im Hintergrund. Vor allem bei den Porträtbildern wurde geflachst. "Jeder darf sich einen blöden Spruch anhören wenn er an der Reihe ist", beobachtete Frank Grieswald, Co-Trainer des Bochumer Landesligisten SC Weitmar 45.
Auf Nummer sicher
Auf Nummer sicher ging Stockums Torhüter Holger Pitschesrieder, der vorher offensichtlich extra beim Friseur war. "Muss ja schön aussehen", so der Kommentar von Teambetreuer Udo Präsch. Bitten ließ sich nur TuS Hevens Trainer Hans Bruch. Während seine Mannschaft bereits Aufstellung für das Teamfoto genommen hatte, war der Trainer nirgends zu sehen. Erst fünf Minuten später betrat er die Szene - unter donnerndem Applaus seiner Mannschaft.
Ein kostspieliges Nachspiel könnte das Teamshooting dagegen für Torhüter Hoffmann vom VfB Langendreerholz haben: Er ließ Trikot, Hose und Stutzen zurück. Wenn das nicht einen kleinen Obulus in die Mannschaftskasse nach sich zieht...












