Fleischerei Bols: Familienbetrieb bringt Mittagessen an Schulen und Kindergärten
OBERCASTROP „Super, Königsberger Klopse“, freuen sich Felix und Carlo. Mensa-Fee Karin Leonek lässt die beiden Schüler der Grundschule am Grünen Weg schon einmal unter die Edelstahl-Haube gucken, die das köstlich duftende Mittagessen noch verschließt.
Willi Bols führt die Fleischerei in vierter Generation. Mutter Finchen Bols ist Inhaberin des Geschäftes. (Foto Regener)
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Fotostrecke Fleischerei Bols bringt Kindern ihr Mittagessen
Jede Menge Klopse, dazu einige aus reinem Rindfleisch für moslimische Kinder, werden gegart und mit der typischen hellen Soße in Edelstahlbehälter gefüllt. Derweil sind auch die Kartoffeln fertig, Köchin Marion Schorn hat die Zubereitung der Rohkost ebenfalls exakt terminiert. Ein frisch gekochter Vanillepudding rundet das Mahl ab, das schon kurz darauf in zwei nahe gelegenen Grundschulen und zwei Kindertagesstätten für wohl gefüllte Mägen sorgt.
"Kapern mag kein Kind"
„Frischer geht es nicht“, hebt Willi Bols seinen Service hervor, dessen Güte sich herumgesprochen hat. Nach dem Sommerferien wird ein weiterer Kindergarten von Bols beliefert. Und weil die Speisen kindgerecht angeboten werden, lässt Bols bei den Klopsen zum Beispiel die Kapern weg. „Kapern mag kein Kind“, weiß der dreifache Vater. Auch seine beiden Köchinnen sind Mütter, wissen, was dem Nachwuchs schmeckt.
So wird das Chili con Carne milder gewürzt, gibt es in den Linseneintopf eine extra Portion Wurst. Und wenn es mal wider Erwarten nicht reicht, dürfen die Schulen Alarm schlagen. Dann bringt Bols ruckzuck einen Nachschlag.
Vier Willis seit 1897
Als sie dann merkte, dass einigen Kunden die tägliche Zubereitung einer warmen Mahlzeit schwer fiel, bot sie erstmals den Service an. Kochte drei bis vier Portionen mehr. Dabei blieb es nicht lange, die Nachfrage stieg.



















