Vor 100 Jahren: Reiterdenkmal wurde seinerzeit pathetisch gewürdigt
CASTROP Die Presse feierte die Enthüllung des Reiterbrunnens am 25. August 1912. Mit dem Brunnen auf dem Markplatz wollte der Verschönerungsverein den berühmten Castroper Pferderennen ein Denkmal zu setzen.
Die Eröffnungsfeier des Brunnens vor rund 100 Jahren. (Foto: Stadtarchiv)
- Spvg Schwerin/SV Wacker Obercastrop Rivalen um Platz zwei
- Kein Personenschaden Mega-Stau nach Tankwagen-Unfall auf der B 235
- Rollstuhlbasketball Bienek erreicht Endspiel bei erstem Härtetest
- Schließung droht Gewerkschaft: Lage bei Opel in Bochum "ernster denn je"
- Auf der Außenbahn Wieser hilft Raasch im sozialen Netz
So schwärmte die Presse am Tag nach der Enthüllung des Denkmals.
Von allen Seiten gut zu sehen
Der Standort wurde mit Bedacht gewählt: „Als Aufstellungsort des Brunnens ist eine Stelle des Marktplatzes gewählt, welche in der Längsmittelachse in einem Abstand von etwas 20 Metern von der Wittener Straße liegt.“ So war der Brunnen von allen Seiten gut zu sehen.
Wichtig war den Stadtvätern das Stadtwappen auf dem Postament sowie Hinweise auf die Säulen der Wirtschaft: Bergbau, Handel und Gewerbe, Landwirtschaft und Sport.
Der Brunnen hat viel erlebt
Das Fest zur Enthüllung des Brunnens wurde glanzvoll, Honoratioren und Bürgerschaft waren entzückt vom Denkmal, das sich der Verschönerungsverein mit dem Brunnen gesetzt hat, mit dem hehren Ansinnen, beim Volke „Heimatliebe und Schönheitssinn“ zu erzeugen.
Fast 100 Jahre sind seither vergangen, der Reiter auf der kantigen Säule hat viel erlebt. Fröhliche Feste, Nazi-Aufmärsche, ungezählte Markttage, Jahre, in denen er von Blechkarossen umzingelt war und zahlreiche Kirmes-Tage, an denen die bunten Karussells dem Brunnen die Schau stahlen.
Seit einigen Jahren gibt es für den Reiter sogar ein „Winterquartier“. Solange das Adventszelt steht, gehört der Brunnen nebst Reiter zum Inventar.
















