Interview mit Reitturnier-Veranstalter: Dr. Funke: "Unser Weg ist der richtige"
DORTMUND Traditionell hatten neben den Topstars der Szene auch die ländlichen Reiter ihren großen Auftritt in der Westfalenhalle. Doch seit diesem Jahr sind die Westfalen-Prüfungen von Dortmund in die Halle Münsterland verlegt worden. Wir sprachen mir Dr. Kaspar Funke, Mitveranstalter des Dortmunder Turniers, darüber.
Dr. Kaspar Funke (imago sportfotodienst)
Dr. Kaspar Funke: Mit den Prüfungen für die Jugendlichen, zum Beispiel dem Sparkasse Dortmund Cup. Ich bin überzeugt, dass der Weg, den wir gewählt haben, genau der richtige ist. Wir finden bei den Reitern der Region jetzt viel mehr Aufmerksamkeit im Vorfeld des Turniers.
Können Sie das näher erläutern?
Funke: In den 60er und 70er Jahren hat man gesagt, dass Turnier und Verbände zusammen gehören. Wenn man es ganz nüchtern betrachtet, hat sich der Sport in den vergangenen 15 oder 20 Jahren verändert. Zu den so genannten „Ländlichen Wettbewerben“ kamen große Lkw vorgefahren mit Berufsreitern, aber nicht solchen, die auch im Großen Preis reiten oder vom Bundestrainer benannt wurde, sondern eine Ebene tiefer. Wenn der Wettbewerb zu Ende war, war er halt zu Ende, waren die Reiter wieder verschwunden. Das Ganze fand nicht mehr den Anklang bei den Besuchern.
Und jetzt?
Funke: Ich denke, dass wir bei der Konzentration auf Jugendliche dem Ursprungsgedanken näher kommen und für die Region etwas tun. Und dass wir tatsächlich die Reiter gewinnen, die eben für Begeisterung sorgen.
Haben Sie die Westfalen-Prüfung in Münster verfolgen können?
Funke: Ja, wir sind auch in Münster für die Vermarktung zuständig. Hier ist die große Halle, in Münster die kleine Halle. Vielleicht waren hier sogar zwei Besucher mehr. Das ist keine Bereicherung für die Veranstaltung hier.
Warum nicht?
Funke: Wir hatten hier ein fünftägiges Programm, Mittwoch bis Sonntag. Mittwoch war keiner da, Donnerstag war keiner da, freitags tagsüber war keiner da. Und man hatte das Gefühl, wann passiert jetzt was?
Und das wird sich jetzt ändern?
Funke: Bei dieser komprimierten Form bin ich ganz zuversichtlich, werden wir eine andere Konstellation haben. Natürlich ist der Donnerstag ein Tag zum Aufwärmen, aber nicht mehr von morgens ganz früh an. Am Freitagnachmittag zur Dressur werden wir aber bei dem Niveau der Starter schon einen sehr guten Besuch haben. Ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg.













