Allttagsmenschen-Überwachung: Anzeigen gegen drei Verdächtige
EMSDETTEN. Sie müssen sich mächtig erschreckt haben, die mutmaßlichen Vandalen. Denn als sich Verdächtige auf dem Katthagen der "Duschgruppe" aus der Alltagsmenschen-Ausstellung näherten, blieb dies dank der neu installierten Kamera-Überwachung nicht unbemerkt: Eine Stimme aus dem "Off" mahnte - und die Randalierer liefen.
Die Überwachung am Bahnhof ist sichtbar, andere Kameras sind versteckt. (Foto: Bernd Oberheim (www.pressefoto-bernd-oberheim.de))
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Auf frischer Tat
Nur eines war anders als bisher – diesmal wurden die Verdächtigen auf frischer Tat ertappt. „Wir konnten es entdecken und weiteren Vandalismus verhindern. Das ist genau das, was wir wollten“, freut sich Schäckel und erklärt zur Kamera-Überwachung: „Die Sache fruchtet und Zerstörung ist durchaus verhinderbar.“
Direkte Ansprache
„Drei Gestalten haben sich an der Duschgruppe zu schaffen gemacht“, beschreibt Bürgermeister Georg Moenikes und führt aus: „Man sah, dass die bewusst was vorhatten.“ Die mutmaßlichen Zerstörungstäter wurden aufgezeichnet und sofort aufgefordert, den „Unfug“ zu unterlassen. Ein Lautsprecher macht diese Form des Einschreitens möglich. „Wo sich was tut, springt der Bildschirm an, man kann den Vorfall aufzeichnen und die Personen auch direkt ansprechen“, erklärt Schäckel.
"Erkennbar"
Die Personen auf dem Band sind Moenikes zufolge „erkennbar“. „Gegen die drei Personen, die wir aufgenommen haben, werden wir jetzt auch ermitteln und alles zur Anzeige bringen“, verspricht der Bürgermeister. Dafür müsse nun aber zunächst die verschlüsselte Aufnahme der beauftragten Überwachungsfirma umgewandelt werden, damit das Band für Ermittlungen tauglich wird. Indes soll es auch in der Nacht zu Donnerstag wieder verdächtige Aktivitäten gegeben haben. Ein Versuch sei bei den Sternguckern gestartet worden, berichtet Schäckel: „Ich habe aber den Film bisher noch nicht sehen können.“ Wenn eindeutig Vandalismus vorliege, folge die Anzeige bei der Polizei. „Dafür machen wir es ja: Vorfälle nicht zu verfolgen, macht keinen Sinn“, betont der Bauaufsichtsleiter.
Versteckt
Die kleinen Zoom-Kameras, welche die Kunstfiguren stets von 22 bis 6 Uhr vor Straftaten bewachen, sind indes nicht alle direkt ersichtlich installiert. Während der aufmerksame Beobachter auf dem Brink oder auch am Bahnhof die automatischen Argusaugen erblicken kann, gibt es durchaus auch verdeckte Kameras, die über die Figuren wachen.

















