Krankenhäuser: Beschwerden über Essen aus neuer Großküche
EMSDETTEN Über kaum ein Thema wird so leidenschaftlich sinniert, geplaudert, gestritten wie übers Essen. Geschmäcker sind halt verschieden. Wenn in Emsdetten übers Essen gemeckert wird, fallen derzeit allerdings drei Buchstaben auffallend häufig: CKT.
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Auch Besucher, die mittags in den Krankenhäusern essen, haben sich beschwert: „Ich habe eine Suppe zurückgehen lassen – ungenießbar“, erklärt ein Gast des Grevener Maria-Josef-Hospitals, der namentlich nicht genannt werden möchte. Probleme haben auch Kindertagesstätten und Schulen, die mittags von der Großküche beliefert werden.
Nicht nur bezüglich Termintreue und Temperatur, auch was die Organisation betrifft: „Wir müssen häufig aufwändig hinterher telefonieren, weil wir nicht ausreichend über Inhaltsstoffe informiert werden“, erzählt eine Emsdettener Schulleiterin. Das sei aber immens wichtig – „bei Allergien, oder wenn Kinder aus religiösen Gründen kein Schweinefleisch essen“, berichtet die Pädagogin. Ihre Schule sei mittlerweile in Verhandlungen mit einem alternativen Lieferservice.
Zu spät, zu kalt
Zum einen, da Umstellungen und Belastungen für das Personal immens gewesen seien. „Das ist eine andere Arbeitswelt, andere Dienstzeiten, neue Kollegen“, berichtet Scheer. „Da hatten einige dran zu knacken.“ Krankheitsbedingte Ausfälle und Anlaufschwierigkeiten hätten daher zu Verzögerungen bei der pünktlichen Essenslieferung geführt.
Zum anderen hätte die Großküche mit technischen Problemen gekämpft: Beim Aufwärmen der vorgegarten Speisen seien zum Teil falsche Heizelemente eingesetzt worden: „Während sie Suppe angebrannt ist, war das Hauptgericht lauwarm“, bringt es Scheer auf den Punkt. Die Wagen wurden daraufhin umgerüstet.
Somit seien auch Probleme beim Menüservice „Essen auf Rädern“ behoben worden. Bei den Senioren werde derzeit in der Wohnung getestet, ob das Essen heiß genug ist. Zudem sollen künftig Touren reorganisiert werden, „kürzere Wege machen uns schneller und flexibler“, meint Scheer. Um die Logistik zu verbessern, ist die CKT auch in Gesprächen mit der DRK-Emsdetten. Das bietet ebenfalls einen Menüservice (mit Apetito-Tiefkühlgerichten) an und hat dafür eigene, geeignete Fahrzeuge.
Kantinen-Eröffnung
„Ich glaube, wir haben´s langsam in den Griff gekriegt – auch durch Personalaufstockungen“, lautet das Zwischenfazit des CKT-Chefs. Daher könne Mitte März endlich nachgeholt werden, was aufgrund der Probleme seit Ende Januar verschoben wurde: die Eröffnung der „Schlemmerkantine“ in Industriegebiet Emsdetten-Greven.
Die CKT-Großküche im Industriegebiet Süd
- Die zentrale Großküche der Christlichen Krankenhaus-Träger GmbH (CKT) im Industriegebiet Süd wurde am 17. Dezember eröffnet. Von hier aus werden die drei Krankenhäuser des CKT-Verbundes in Emsdetten, Greven und Steinfurt-Borghorst beliefert. Bislang gab es drei separate Küchen.
- Die Küche arbeitet nach dem bei Fluglinien bekannten „Cook an chill“-Verfahren (kochen und kühlen). Dabei werden die Speisen wie gewohnt gegart und anschließend sofort stark abgekühlt. Unmittelbar vor der Ausgabe, bzw. Lieferung werden die Speisen schonend erwärmt – der Fachmann spricht von „regeneriert“.
- Die CKT-Zentralküche beliefert nicht nur die eigenen Krankenhäuser sondern auch andere Institutionen mit Mittagessen, unter anderem Seniorenheime sowie rund 50 Schulen und Kindertagesstätten, davon etwa 20 in Emsdetten.
- Zudem zählt zum Angebot der CKT-Tochter „CKT-Dienstleistungen“ der mobile Menüservice („Essen auf Rädern“), ein Party- und Cateringservice sowie die Caféteria „Schlemmerkantine“, die Mitte März an der Großküche eröffnet wird.




















