Neuorganisation der Integrationsaufgaben: Deutliche Worte und harte Kritik am Kreis Steinfurt
EMSDETTEN Der Mann war kaum zu bremsen: Mit sehr deutlichen Worten kritisierte Erster Beigeordneter Dirk Brügge im Sozialausschuss die Kreisverwaltung und den Landrat. Denn die wollen die 24 Kommunen im Kreis überstimmen.
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Denn gerade diese drei sind der festen Überzeugung, dass sie das Fall-Management derzeit viel besser, effektiver und günstiger vor Ort erledigen, als es die GAB kann. „Der Kreis ist nicht bereit, auf Kompromissvorschläge der 24 Kommunen einzugehen“, startete Brügge noch recht sanft – um dann schnell kein Blatt mehr vor den Mund zu nehmen.
"Halbwahrheiten und Unterstellungen“
„Der Kreis hat eine verstockte und verbohrte Haltung“, die Kreisverwaltung und auch Landrat Thomas Kubendorff „arbeiten mit Halbwahrheiten und Unterstellungen“, versuchten durch „tendenziöse Verwaltungsberichte und gezielte Infiltrationen“ einen Keil zwischen die Kommunen zu treiben. „Da passiert echte Stimmungsmache!“
Harter Tobak. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können im Sitzungsraum 413 des Rathaus. Sichtlich geplättet, spendeten die Politiker quer durch alle Fraktionen Applaus und Zustimmung für den engagierten Vortrag. Aber Brügge war noch nicht fertig: Es sei eine Katastrophe, wie der Kreis arbeite und kommuniziere.
Arbeit der Fall-Manager erfolgreich
„Das haben wir bei der Notarztdebatte erlebt, und wir erleben es derzeit bei der SGB II-Debatte genauso wie beim Rettungswesen“, holte Brügge aus. In Emsdetten sei die Arbeit der Fall-Manager erfolgreich, das beweisen die Zahlen, sagte Brügge. „Probleme gibt´s immer nur da, wo der Kreis schlechte Steuerungsarbeit liefert.“
Jetzt wolle man ausgerechnet das abschaffen, was gut funktioniere – bei höheren Kosten, denn beim Kreis würden die Sachbearbeiter eine Gehaltsstufe höher eingeordnet. Für seine Haltung erhielt Brügge nicht nur volle Rückendeckung (und Lob für die Sachbearbeiter) vom Ausschuss. Alle vier Emsdettener Kreistagsmitglieder haben signalisiert, dass sie die Emsdettener Position unterstützen wollen.



















