Schulstruktur: Die Politik muss nachsitzen
EMSDETTEN Die Zukunft der Emsdettener Schullandschaft bleibt vorerst offen. Die Konzeptgruppe Schulstruktur muss nachsitzen. Der Ausschuss für Schule und Bildung erteilte dem Vorschlag der Experten-Gruppe am Dienstagabend keine Zustimmung.
Wer lernt demnächst wo? Die Konzeptgruppe Schulstruktur muss ihren Vorschlag überarbeiten. (Foto: dpa)
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Das Konzept der Vertreter aus Schulen, Politik und Verwaltung basierte auf der Umgestaltung der Käthe-Kollwitz-Geschwister-Scholl- und Marienschule in so genannte Jugendschulen. "Zu 99 Prozent gleichen sie den von der Landesregierung eingeführten Gemeinschaftsschulen", erklärte Fachdienstleiter Rainer Westers. Das bedeutet:
-Längeres gemeinsames Lernen in den Klassen fünf und sechs.
-Es können alle Schulabschlüsse der Sekundarstufe I erworben werden.
-Eine enge Kooperation mit dem Martinum für einen direkten Weg zum Abitur.
-Jede Jugendschule entwickelt ein eigenes Profil, um Eltern und Kindern eine Auswahlmöglichkeit zu geben.
Fast zwei Jahre arbeitete die Gruppe an dem Konzept, traf sich mit Experten, besuchte eine Pilotprojekt-Schule in Berlin. Ursprünglich sollte der Ausschuss am Dienstag dem Vorschlag zustimmen, um anschließend eine Planungsgruppe zu gründen, die die Schulstruktur um ein pädagogisches Konzept ergänzt. Doch dazu kam es nicht.
Bedenken der Bezirksregierung
Der Grund: Vertreter der Bezirksregierung Münster äußerten in einem Gespräch mit Westers und Bürgermeister Georg Moenikes Bedenken. Sie befürchteten insbesondere für die Marienschule bei einer einfachen 1:1-Umwandlung Akzeptanz-Probleme. Ihr Gegenvorschlag: Lediglich die Geschwister-Scholl- und die Marienschule sollen in Gemeinschaftsschulen umgewandelt werden, zudem aber mit einer eigenen Oberstufe, die eine Ergänzung zur Oberstufe am Martinum darstellen soll. Die Käthe-Kollwitz-Schule hingegen solle als Halbtags-Realschule bestehen bleiben. Eine Alternative, die vielen Ausschuss-Mitgliedern attraktiv erschien. Die Folge: Die Konzeptgruppe wurde beauftragt, den Vorschlag schnellstmöglichst zu überarbeiten, um am Dienstag, 12. April, vor dem Rat in einer extra einberufenen Schulausschuss-Sitzung abstimmen zu können.
Weitere Berichte in der Donnerstagsausgabe der Emsdettener Volkszeitung.

















