Phantom der Oper: Enttäuschendes Phantom in der Emshalle
EMSDETTEN Auf dem Plakat stand „Das Phantom der Oper“, etwas kleiner darüber „Der Musicalthriller nach dem Roman von Gaston Leroux“ und ganz klein darunter dann die Namen der für Musik und Text Verantwortlichen. Getäuscht wurde also niemand. Wer auf die bekannten Lieder und Szenen der Bearbeitung von Andrew Lloyd Webber wartete, der musste wohl auf die heimische CD-Sammlung zurückgreifen. Denn die Komposition von Arndt Gerber hatte damit nun wirklich nichts zu tun.
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Lag es daran, dass nur circa 400 Besucher die Ränge der Halle nun wirklich nicht füllen konnten und so eine begeisterungsfähige Atmosphäre keine Chance hatte? Oder lag es an diversen Orchestermusikern von dem Klarinettisten bis zum 1. Geigerpult, die anscheinend gelangweilt sich auf ihren Stühlen flegelten und von ihrer Haltung ebenso jegliche Professionalität vermissen ließen wie von ihrem Spiel her die Musikalität? Sogar der Dirigent Lajos Taligás hielt es anscheinend nicht für nötig, sich bei seinem Abgang zur Pause vor dem Publikum zu verbeugen – eine Unhöflichkeit der Extraklasse.
Solisten machen keine gute Figur
Leider machten die wenigen guten Solisten bei einem insgesamt schwachen Ensemble ebenfalls keine gute Figur, auch wenn sie sich noch so sehr anstrengten. Wo der instrumentale Rückhalt fehlt, da kann auch die beste Stimme nicht ihre ganze Strahlkraft entfalten. Und die Tontechnik war an diesem Abend einfach nicht den Verhältnissen angepasst.
Diese Aufführung des „Phantom der Oper“ erntete dementsprechend auch nur einen lauen Schlussapplaus.


















